Zeitplan für Baubeginn steht – Schongaus Dreifachturnhalle soll bis Ostern 2011 fertig sein

Nachdem die Stadt Schongau auf Mittel aus dem Konjunkturpaket II zugreifen darf, um die marode Dreifachturnhalle zu sanieren, steht nun der wahrscheinliche Zeitplan fest. Dieser wurde in der vergangenen Stadtratssitzung genauer erörtert.

2,55 Millionen Euro wird die Stadt als Geldspritze vom Staat erhalten, das steht fest. Annähernd die gleiche Summe muss sie allerdings selbst aufbringen für die umfangreiche Sanierung der Turnhalle. Doch wie geht es jetzt weiter? „Der Terminplan ist knapp, aber er muss eingehalten werden“, beschwor Stadtbaumeister Ulrich Knecht die Räte. Denn nur wenn Beginn und Abschluss der Maßnahme genau vorgegeben sind, fließen die Gelder. Bis Ende Juni muss die Stadtverwaltung den erforderlichen Bewilligungsantrag in München eingereicht haben. Doch bereits jetzt laufen die notwendigen Arbeiten, wie Bauamtsmitarbeiter Tibor Sroka verdeutlichte: „Die Entwurfsphase läuft und bis Freitag, 19. Juni, liegt der Entwurf der Kostenrechnung vor. Bis Dienstag, 23. Juni, schließlich erfolgt die Vorstellung der endgültigen Entwurfsphase“, verdeutlichte dieser. Danach geht alles flott weiter: Das Genehmigungsverfahren wird eingeleitet und am 21. Juli, also noch vor der Sommerpause, soll in einer Sondersitzung des Stadtrates die Freigabe der Genehmigungsplanung erfolgen. Ab dem 7. September schließlich werden die Leistungsgewerke ausgeschrieben. Vor allem heimische Firmen sollen bei der Vergabe der erforderlichen Sanierungsarbeiten berücksichtigt werden, sofern sich deren Angebote im allgemeinen Kostenrahmen bewegen. Baubeginn soll Ende März 2010 sein. Die Verwaltung rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr, so dass zu Ostern 2011 mit der Fertigstellung gerechnet werden kann. Wo können im Zuge der stetig knapper werdenden städtischen Mittel noch Einsparungen erfolgen? Auch hierüber machten sich die Räte so ihre Gedanken. Fest steht, dass die bisher sehr klein bemessenen Duschbereiche größer ausfallen werden. „Die Dreifachturnhalle muss nicht nur für den Schulsport, sondern auch für den Breitensport ausgelegt werden“, stellte Knecht klar. An den großzügiger bemessenen Duschräumen soll somit nicht gerüttelt werden. Auf den Prüfstand indes kam der Konditionsraum, der immerhin mit 400000 Euro zu Buche schlagen wird. Doch während dieser bei der anstehenden Maßnahme umgesetzt werden soll, werden die Schongauer Kegler leer ausgehen. Die von den Sportkeglern geforderten vier Bahnen würden fast eine dreiviertel Millionen Euro Kosten – zu viel, wie das Gremium befand. Stattdessen sollen die Kegler in Zukunft am „Märchenwald“ ihrem Sport nachgehen dürfen. Dort sei eine entsprechende Anlage geplant, wie Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl ausführte. Er stünde sowohl mit dem dortigen Besitzer, als auch mit den Keglern aus Hohenfurch in Kontakt, so dass sich hier möglicherweise Synergieeffekte herausbilden könnten. Erhalten bleiben sollen auch die zwei Reliefs, die sich am derzeitigen Eingang der Dreifachturnhalle befinden. Hierfür machte sich Kreisheimatpfleger Helmut Schmidbauer stark. „Das ist ein Stück alter Heimat und die soll erhalten bleiben“, sagte dieser. Der Stadtrat signalisierte auch hier seine Unterstützung zu.

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