Abrechnung beim Bockbier

Die erste Maß Hirschbräu-Bockbier ließen sich Brauerei-Chefin Claudia Höß-Stückler (von links), Bürgermeister Laurent Mies, Braumeister Bernd Urlaub und Oberstdorfs Tourismus-Direktorin Heidi Taumiller schmecken. Fotos Josef Gutsmiedl

Ganz schnell ging es mit dem Anzapfen des Hirschbräu-Bocks in Oberstdorf: Mit dem ersten Schlag schon hatte Bürgermeister Laurent O. Mies das Fass angezapft. Etwas weiter ausholen musste anschließend der Novize Ludovicus, als er den „sündigen Oberstdorfern“ zum wiederholten Mal im Auftrag seines Chefs, Frater Gallus, die Leviten lesen musste. Diesmal, so der Prediger, drohe gar eine große Flut... jedenfalls stünde den Oberstdorfern das Wasser bis zum Hals.

Bislang, das musste Ludovicus (Seppi Dornach) einräumen, hätten seine Bemühungen, die sündigen Oberstdorfer auf den Pfad der Tugend zu bringen, wenig genützt. Einen ganzen Sack voll Stoff für das Sündenregister brachte der „Gmuindlar" - Franz Bisle - aus der Oberstdorfer Kanalisation auf die Bühne der Oybele Halle. Viele stinkende Briefe hatte der Gmuindlar in seiner Brotzeitdose versteckt. Ganz bös ins Fettnäpfchen trat offenbar Bürgermeister Laurent Mies: Er hatte beim Bau seines „netten Heims" schlichtweg vergessen, die vorgeschriebene Bautafel anzubringen. Im Ordnungsamt sei daraufhin die „SoKo Bautafel" zusammengestellt worden, die „eines der größten Verbrechen“, die man sich in der Marktgemeinde vorstellen könne, so der Novize, aufdecken solle. Nur dabei sein auf der Bühne des Bockbierfestes musste eine Handvoll Gemeinderäte, die „Fraktion der Schweiger“. „Der Michelar“, Gemeinderat Albert Titscher, dagegen, wurde am Rand der Bühne zum Nachsitzen verdonnert. Wohl wegen seiner Opa-Pflichten komme er stark verspätet in die Sitzungen und kassiere dafür auch noch das Sitzungsgeld, warf ihm Ludovicus vor. Auf der sicheren Seite seien dagegen, so die große Flut denn komme, die Walsertaler: Am langen Seil der geplanten neuen Panoramabahn könne man ja die Leute wie auf einer Wäscheleine zum Trocknen aufhängen... Und das benachbarte Ofterschwang dürfe sich ja bald „Bad“ nennen, nachdem man 19 Tonnen Brezgensalz auf der Weltcuppiste aufgebracht habe: Das Schmelzwasser sei das ideale Solebad und werde von Bürgermeister Alois Ried schon aufgefangen. Bleibt nur eine Rettung: Bau einer Arche. Doch wer darf aufs rettende Schiff? Nicht einmal Monsignore Pfarrer Peter Guggenberger! Da muss sich der Novize schon eine andere „Partnerin" suchen für die Seereise á la Arche Noah... und schnappt sich kurzerhand Katharina Bader von der OTG...

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