Immer neue Ziele setzen

Die besten Absolventen der IHK-Berufe aus Kempten und Oberallgäu wurden von der IHK Schwaben in der bigBox Allgäu in Kempten ausgezeichnet. Mit im Bild (von links) Gerhard Schlichtherle, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu, Christian Brader, Deutscher Triathlon-Profi und Robert Frank, Vizepräsident der IHK Schwaben (verdeckt), sowie (von rechts) Manfred Schilder, IHK-Regionalgeschäftsführer Allgäu und Sibylle Knott, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Kempten.

Kempten – 3.180 Prüfungsteilnehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistung aus dem Allgäu haben im Prüfungsjahr 2014/ 2015 ihre Abschlussprüfung bei der IHK Schwaben abgelegt. Mit einer Feier in der bigBox in Kempten wurden die 97 besten Absolventen im jeweiligen Ausbildungsberuf ausgezeichnet.

Der Vizepräsident der IHK Schwaben, Robert Frank, würdigte in seinem Grußwort nicht nur die Ausbildungsleistungen der Prüfungsbesten, sondern auch, wie er sagte, die „gesunde Lebenseinstellung“ der jungen Generation, die ihn optimistisch in die Zukunft sehen lasse. „Fordern Sie unsere Generation – mit frischem, anderem, querem Denken, wir können auch von Ihnen lernen“, lautete der Appell vom Frank an seine jungen Zuhörer. Die Ausbildungszeit, sei kein 100 Meter-, sondern ein Marathonlauf gewesen, leitete Frank zu dem Stargast des Abends, dem Memminger Profi-Triathlet Christian Brader über, der sich bereits zum siebten Mal bei den Weltmeisterschaften beim Ironman qualifizieren konnte und in der Bestenliste der deutschen Triathleten geführt wird. Manfred Schilder, Regionalgeschäftsführer Kempten/Kauf- beuren der IHK Schwaben, diskutierte mit dem Spitzensportler, welche Parallelen es zwischen Spitzensportlern und Spitzenfachkräften auf ihrem Weg ganz nach oben gibt.

Brader war der ideale Gesprächspartner, da er vor seinem Wechsel in den Profisport zunächst eine Ausbildung zum Bauzeichner und anschließend ein Studium der Medizintechnik absolvierte. Und er ist überzeugt, den richtigen Weg gegangen zu sein. Eine solide Ausbildung solle jeder haben. Parallelen zur zwischen Sport und Beruf gebe es viele, betonte Brader. Wer vorwärts kommen will, solle sich immer neue Ziele setzen. Diese sollen realistisch sein. Man müsse in Etappen und langfristig planen. Und wenn es einmal nicht so klappt, es gibt immer eine zweite Chance. Geduld ist ein ganz wichtiger Baustein auf dem Weg zum Erfolg, ist Brader überzeugt. Wenn man etwas erreicht hat, wie die besten Absolventen, dann darf man das ruhig genießen, denn daraus kann man wieder Selbstvertrauen ziehen, gab Brader den jungen Leuten mit auf den Weg.

Entgegen der jüngsten Aussage des DGB, die Wirtschaft hätte kein Interesse an Mittelschülern, konnte dies einmal mehr widerlegt werden. 11 Prozent der 97 Ausgezeichneten haben einen Mittelschulabschluss und gehören zu den Besten. Insbesondere in den Branchen Handel, Logistik und Gastronomie, aber auch in der Produktion sind Mittelschüler für bestimmte Berufe gesucht. „Die Unternehmen benötigen Mittelschüler“, so die Aussage von Helmut Schreier, gewerblicher Leiter bei der Goldhofer AG, Memmingen, in einem kurzen Interview mit Schilder während der Veranstaltung.

Gerhard Schlichtherle, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu, gab in seinem Schlusswort den IHK-Champions sechs Schlüsselbegriffe mit auf den Weg: Persönlichkeit – Engagement – Offenheit – Struktur – Zielorientierung – Kompetenz. „Entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit weiter. Zeigen Sie Engagement in Beruf und Ehrenamt. Stellen Sie sich mit Offenheit den beruflichen Herausforderungen. Strukturieren Sie Ihre Tage. Suchen Sie sich realistische Ziele. Mehren Sie Ihre Kompetenz durch Weiterbildung“, lautete seine Empfehlung.

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