"Diplom" für Gymnasium Sonthofen: Dort wird zum zehnten Mal das ADAC-Projekt "Mobil mit Köpfchen" durchgeführt

"Mobil mit Köpfchen" in Sonthofen

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Bei der Aktion „Mobil mit Köpfchen“ sollen die Schülerinnen und Schüler „Denkanstöße für einen verantwortungsvollen, umweltbewussten Umgang mit Auto und Motorrad“ bekommen. Schulleiter Joachim Stoller (6. von links) freute sich über die Urkunde und den Jubiläumsscheck, den Karl Baptist, Vorstandsrat des ADAC Südbayern (7. von links), mitgebracht hatte.

Sonthofen – Bereits zum zehnten Mal nimmt das Gymnasium Sonthofen in diesem Schuljahr an der ADAC-Aktion „Mobil mit Köpfchen“ teil. Als Dank für die Treue überreichte Karl Baptist, Vorstandsrat des ADAC Südbayern, Schulleiter Joachim Stoller einen Jubiläumsscheck.

Wie viel Sprit verbraucht ein Auto bei einem Kavaliersstart mit quietschenden Reifen und wie viel bei normalem Losfahren? Wie stark werden dabei die Passanten und die Umwelt belastet? Ab welcher Lautstärke im Fahrzeug höre ich ein Martinshorn nicht mehr? Diese Fragen stellen ADAC Moderatoren bei der Aktion „Mobil mit Köpfchen“, die in diesem Schuljahr bereits zum zehnten Mal am Gymnasium Sonthofen stattfand.

Der ADAC Südbayern hat den interaktiven Anschauungsunterricht konzipiert, um den Jugendlichen die Zusammenhänge vonMobilität und Umwelt buchstäblich vor Augen zu führen und sie hinsichtlich ihres Handelns am Auto oder auf dem Motorrad zu sensibilisieren.

Nach einer theoretischen Einführung schätzen die Jugendlichen den Geräuschpegel, den Treibstoffverbrauch und die Abgasemissionen ab, die bei verschiedenen vernünftigen und unvernünftigen Verhaltensweisen wie Kavalierstarts oder hochtourigem Fahren auftreten. Anschließend führen die Moderatoren den Jugendlichen bei Demonstrations- und Messfahrten mit einem PKW und einem fest montierten Motorrad buchstäblich vor Augen, wie aggressives Fahren Emissionen und Geräusche nach oben treibt. Dazu werden mit Hilfe eines Schallpegelmessgeräts die unterschiedlichen Lautstärken eines vorbeifahrenden Autos ermittelt. Anschließend folgen die Emissionsmessungen. Dabei werden die Abgase zunächst eine Minute lang im Leerlauf in einem am Auspuff befestigten Ballon aufgefangen. Danach wird ein zweiter Ballon mit konstant 3000 Umdrehungen pro Minute aufgeblasen. Das Ergebnis sticht gleich ins Auge: Der zweite Ballon hat am Ende in etwa das dreifache Volumen des ersten. Zum Schluss wird noch demonstriert, dass man durch laute Musik im Auto akustische Signale wie beispielsweise ein Martinshorn nicht mehr wahrnehmen kann. Die Schülerinnen und Schüler halten die Ergebnisse in einem Arbeitsheft fest, das als Grundlage für die Abschlussdiskussion dient.

Die Aktion richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen – gerade das Alter, in dem viele Jugendliche mit dem Führerschein beginnen, sei es der Roller- oder der „richtige“ Autoführerschein. Für Karl Baptist vom ADAC ist der Führerschein mit 17, bei dem Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern Auto fahren dürfen, eine tolle Sache. Lernen sie doch, bewusster und sicherer auf den Verkehr zu achten. Wenn von den Inhalten des „Mobil mit Köpfchen“-Unterrichts „bloß ein bißchen was hängen bleibt“ sei es laut Baptist gut – schließlich werden die künftigen Autofahrerinnen und Autofahrer dann zumindest ein bißchen umweltbewusster am Straßenverkehr teilnehmen.

Seit dem Projektstart 1999 haben mehr als 78 000 Jugendliche im Führerscheinalter an Gymnasien, Berufs-, Berufsfach-, Beruflichen Ober- sowie Real- und Wirtschaftsschulen teilgenommen. Der ADAC Südbayern arbeitet eng mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie BMW Motorrad zusammen – deshalb kann der interaktive Verkehrsunterricht kostenlos an den Schulen angeboten werden. Allein 2015 waren 5659 Teilnehmer aus 207 Klassen dabei.

eva

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