Alleingänge beim Hochgratlauf

Strahlender Sieger: nach mehreren Anläufen klappte es für Quirin Schmölz mit dem Sieg am Hochgrat. Foto: privat

Zunächst sah es nach einem ausgesprochenen Bummelrennen aus. Doch dann machte Lokalfavorit Quirin Schmölz aus Missen Nägel mit Köpfen und lief in 34:45 Minuten zu seinem ersten Sieg am Hochgrat. Mehr als 200 Läuferinnen und Läufer starteten bei der 37. Auflage des Allgäuer Berglauf-Klassikers.

Irgendwie hatte keiner aus der anfänglich zehnköpfigen Spitzengruppe den Mut zu einem frühzeitigen Ausreißversuch. „Wir treten uns noch auf die Füße“, hatte Martin Echtler (Team Salomon) die Läufer im Pulk gewarnt und zu etwas flotterem Tempo ermuntert. Nach etwa einem Drittel der Strecke setzte sich endlich eine Fünfergruppe etwas ab, bevor nach einem Flachstück Echtler und Quirin Schmölz (Runners Point Kempten) das Rennen in die Hand nahmen. „Im Flachen war Martin etwas besser, doch in den Steilpassagen konnte ich das wettmachen und mich bald allein an der Spitze behaupten“, kommentierte der Missener seinen ersten Sieg am Hochgrat nach 34:45 Minuten. „Das langsame Anfangstempo ging natürlich zu Lasten einer besseren Tagesbestzeit“ räumte Schmölz ein. Andererseits müsse man sich das Rennen gut einteilen und „Substanz“ für die steilen Abschnitte haben. Und mit dem guten Vorsprung brauchte Schmölz nicht ans Limit gehen. Bei den Frauen war mit dem Start-Ziel-Sieg in 41.14 Minuten von Kerstin Straub (Team Salomon) das Rennen früh entschieden. Die Frankfurterin meinte: „Ich wollte gewinnen - das war von Anfang an klar.“ Jetzt steht die Deutsche Berglauf-Meisterschaft auf dem Programm der 23-jährigen Lehrerin. Schnellste Allgäuerin war in 47:07 Minuten Gerti Ott vom TV Memmingen auf Platz 6, vor Regine Schlump (TV Immenstadt) in 47:30 Minuten. Auch Kerstin Harbich vom TSV Oberstaufen konnte nach langer Trainings- und Wettkampfpause mit 48:13 Minten „punkten“. Ergebnisse unter www.hochgratlauf.de.

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