Neuer Platz für große Ziele

+
Der Allgäu Triathlon ist gut, soll aber noch besser werden. Das neue Organisationsteam will schon im kommenden Jahr 1200 Teilnehmer an den Großen Alpsee holen und plant einige Veränderungen.

Immenstadt - Große Pläne mit dem Allgäu Triathlon hat die neue Organisationsmannschaft um Hannes Blaschke. So wird derzeit ein „Umzug“ der traditionellen Sportveranstaltung nach Bühl erwogen. 

Auch vom tradionellen Termin mit dem dritten Samstag im Juli wollen Blaschke und sein Team abrücken, um mehr Teilnehmer für den „Klassiker“ zu gewinnen und nicht zuletzt Spitzenathleten an den Großen Alpsee zu holen. Bei einer Informationsveranstaltung in Bühl erläuterte Blaschke die Vorstellungen. „Wir wollen attraktiver für Athleten und Zuschauer werden. Und wir wollen unter die Top-5 der deutschen Triathlonveranstaltungen.“ Der neue Termin – dritter Sonntag im August – kommt allerdings dem Allgäu Panorama Marathon in Sonthofen in die Quere. 

Statt rund 800 Sportlerinnen und Sportler will das fünfköpfige Organisationsteam schon im kommenden Jahr 1200 Athleten für „Deutschlands ersten Triathlon“ begeistern. Auf lange Sicht sei „eine 2 vorne“ durchaus realistisch, deutet Blaschke an, der Anfang des Jahres die Organisation der Veranstaltung von German Altenried übernommen hat. Um im Chor der inzwischen zahlreichen Triathlonveranstaltungen eine entsprechende Rolle zu behaupten, sind Blaschke zufolge Änderungen und Verbesserungen notwendig. „Der Allgäu Triathlon ist Kult seit 1983“, ruft Blaschke in Erinnerung, der bei der Premiere damals selbst das Abenteuer Triathlon als Aktiver erlebte. 

Tatsächlich ist die Konkurrenz unter den Triathlon-Veranstaltungen groß. Der Vorreiter Allgäu Triathlon glänzt zwar durch seinen besondere Note, sein familiäres Ambiente – doch mit den „richtig Großen“ könne man nicht mithalten, räumte Blaschke ein. Daher seien er und sein Team auf der Suche nach Verbesserungen. Und vom Ortswechsel nach Bühl verspricht man sich deutliche Vorteile: weniger Organisationsaufwand, straffe Ausrichtung auf ein Zentrum für die gesamte Veranstaltung und weniger Engpässe in Immenstadt. Blaschke: „Bühl ist der perfekte Platz. Hier ist alles, was wir brauchen.“ Das Auwald-Stadion halten Blaschke und seine Mitstreiter für wenig hilfreich. In Bühl brauche man zwar eine Bühne, könne dabei aber die Zuschauer näher ans Geschehen im Zielraum bringen. 

Mit dem neuen Termin Ende August hoffen die Macher des Allgäu Triathlon auf einen entscheidenden Effekt: raus aus dem Triathlon-Gedränge. In den Wochen vor dem „Klassiker“ im Allgäu gehen viele große Qualifikationsrennen in ganz Deutschland über die Bühne, weiß Blaschke. „Die zeitliche Nähe zu diesen wichtigen Wettkämpfen nimmt uns rund 1000 potenzielle Teilnehmer weg.“ Mit anderen Worten: viele Sportler kommen nicht – aber sie könnten, wenn der Allgäu Triathlon ein paar Wochen später stattfindet. Und genau hier hakt es. 

„Dass wir da nicht Hurra rufen, ist klar“, betont Christian Feger, Mit-Organisator des Allgäu Panorama Marathon APM in Sonthofen. Der APM findet eben an diesem dritten Sonntag im August statt. Zwei große Sportveranstaltungen an einem Tag? Das will Feger nicht in den Kopf. Man nehme sich „keine zehn Sportler weg“, aber ein großes sportinteressiertes Publikum, gibt er zu bedenken. „Wir tun uns vielleicht nicht weh, aber wir helfen uns so nicht.“ Er sei jedenfalls gespannt, wie das ankomme. 

Was den touristischen Effekt rund um die beiden großen Sportveranstaltungen angeht, kann Christine Sinz vom Tourismusverein Immenstadt keine Probleme erkennen: im Juli und im August seien die Betten der Hotels und Vermieter voll. Wer ein Quartier benötige, werde es bei frühzeitiger Buchung auch haben.

Josef Gutsmiedl

Meistgelesene Artikel

Gelungener Zunftball der SfZ

Sonthofen – Eine gelungene Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder der große Zunftball der Sonthofer Fasnachtszunft SfZ im Haus Oberallgäu. …
Gelungener Zunftball der SfZ

Schnell und gut beheizt

Oberstdorf – Schlag auf Schlag geht es bei den Bergbahnen Oberstdorf/Kleinwalsertal. Mit der Inbetriebnahme der neuen Sechser-Sesselbahn, der …
Schnell und gut beheizt

Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

In den Skigebieten in Oberstdorf und dem Kleinwalsertal kennt der Skispaß, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen. Eine der attraktivsten …
Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Kommentare