1,3 Millionen für die Region

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Die neugewählte Vorstandschaft des Allgäuer Hilfsfonds e.V. mit (von links) Beisitzer Anton Klotz, Schatzmeister Simon Gehring, stellv. Vorsitzender Stefan Bosse, Beisitzer Alexander Hold, Beirat Herbert Karg, Beisitzer Rita Deutschenbauer, Beisitzer Karl Büringer, Kassenprüferin Traudl Anwander, Vorsitzender Gebhard Kaiser, stellv. Vorsitzender Manfred Herb, Kassenprüfer Herbert Seger, Beisitzer Martin Kaiser und Schriftführer Stefan Fuchshuber.

Allgäu – Ob Hilfe für die Unterstützung für eine Teilnahme an einer Ferienfreizeit, für die Kostenübernahme für die Anschaffung einer Sprachhilfe, oder für die Unterstützung der Betroffenen der Schlammlawine in Oberstdorf. Immer hat der Allgäuer Hilfsfonds reagiert und schnelle Hilfe und Unterstützung gegeben.

Drei beispielgebende Fälle aus den mehr als 80 Unterstützungsmaßnahmen, die der Allgäuer Hilfsfonds im abgelaufenen Vereinsjahr 2015 durchgeführt hat. „Es sind die vielen ‚kleinen‘ Fälle. Jeder Fall ein Einzelschicksal“, so Vorsitzender Gebhard Kaiser.

Seit der Gründung des Allgäuer Hilfsfonds im Jahr 1998 sind mehr als 1,3 Millionen Euro ausgegeben worden. „Damit konnten wir schon mehr als 1500 Menschen im Allgäu helfen, die unschuldig in Not geraten sind“. Es sei damals eine gute Idee gewesen und keiner konnte sich vorstellen, dass aus dieser Idee so ein erfolgreiches Projekt wird. Schnell und unbürokratisch helfen, wenn Menschen in Not sind, das steht in der Satzung des Vereins. Freude gab es auch darüber, dass weitere elf Mitglieder dem Verein beigetreten sind.

„Anfragen und Anträge kommen aus dem gesamten Allgäu. Unsere Stärke liegt darin, dass wir in engem Kontakt mit den Kommunen und den Sozialämtern der Landratsämter stehen sowie schnell und unbürokratisch entscheiden können. Es gibt viele Menschen im Allgäu, die unsere Unterstützung dringend benötigen, um aus einer schwierigen Lebenssituation wieder herauszukommen“, so Kaiser.

Der Allgäuer Hilfsfonds mit seinen Grundsätzen hilft schnell, diskret und an die Notlage angepasst. Die Art der Hilfe wird einzelfallbezogen ausgewählt, ohne Kosten für Personal, ehrenamtlich. „Wir sehen aber auch Fälle, in denen wir eine Hilfe ablehnen, weil erkennbar ist, dass sich die Betroffenen ihrer Eigenverantwortung nicht stellen wollen und davon ausgehen, dass sich schon jemand finden wird, der zahlen wird“, so Kaiser kritisch.

Vorbildliche Spendenaktionen

Immer wieder gebe es vorbildliche Spender und Aktionen für den Verein. Als Beispiele im abgelaufenen Jahr wurden die Allgäuer Cäcilienfeier in Bad Hindelang mit einer beachtlichen Spendensumme von 4500 Euro und die Weihnachtsaktion des Landkreises, des ZAK und der Kliniken (ein Aufruf an alle Geschäftspartner und -freunde sowie an Firmen) mit mehr als 22 000 Euro, sowie das Freunde- und Partnertreffen in Oberjoch, bei dem 20 500 überreicht wurden, im Besonderen hervorgehoben.

Schatzmeister Simon Gehring präsentierte einen „guten Kassenstand, der uns den notwendigen Spielraum für Hilfsmaßnahmen gibt“, so der Schatzmeister. Mit rund 626 Buchungs- und Geschäftsvorfällen sei der Verein schon ein kleines Unternehmen geworden. Die große Spendenbereitschaft sei bei privaten wie öffentlichen Veranstaltungen sehr gut.

Die Ausgaben seien nur möglich, weil wir ein gutes Spendenaufkommen haben, das sich auf vielfältigste Weise zusammensetzt. Ob durch gezielte Spendenaktionen, Jubiläen, Geburtstage oder Familienfeste bis hin zu Benefizkonzerten, könne sich der Allgäuer Hilfsfonds immer wieder ein gutes Finanzpolster anlegen, so Gehring weiter.

Kassenprüfer Herbert Seger berichtete über verschiedene, im Rahmen der Satzung durchgeführte Hilfen und Unterstützungen. Selbst mit kleinen Beträgen könne den Menschen Mut gemacht werden zur eigenen Initiative, zur Hoffnung und zum Weitermachen, trotz schwieriger Situationen. „Solche Dankesbriefe lassen einen nicht unberührt und zeigen auf, dass der Allgäuer Hilfsfonds für viele Betroffene einen wichtigen Rettungsanker darstellt“.

Einige neue Gesichter wurden im Rahmen der Neuwahlen für die Vorstandschaft gewählt. Erstmals wurde ein Beirat installiert, der dazu beitragen soll, dass der Verein noch stärker und breiter in der Region aufgestellt ist. Weitere Informationen unter www.allgaeuer-hilfsfonds.de.

Spendenkonten des AHF Sparkasse Allgäu, IBAN: DE94 7335 0000 0000 0028 57, BIC: BYLADEM1ALG;

Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu, IBAN: DE05 73 3699 2000 0574 0100 BIC: GENODEF1SF0.

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