Immenstadt: Fraktionen streiten über Kauf der Alpe Schönesreuth

Querelen im Stadtrat

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Die Alpe Schönesreuth

Immenstadt – Bis kurz vor Mitternacht tagte der Immenstädter Stadtrat in seiner Sitzung – eine anstrengende Sitzung, wie Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp in einer Pressekonferenz am nachfolgenden Tag darlegte. Nach zähen Verhandlungen und Querelen endete die Sitzung letztendlich mit dem Beschluss, dass die Stadt die Alpe Schönesreuth kaufen wird.

Trotz der angespannten finanziellen Situation lässt sich der 1,1-Millionen-Kauf der Alpe Schönesreuth laut Bürgermeister Armin Schaupp gut begründen. So sei die etwa 25 Hektar große Fläche die schönste und wertvollste der Stadt Immenstadt. Weiter stellten „Grund und Boden“ eine hohe Werthaltigkeit dar, was gerade in Zeiten der „Nullzins-Politik“ von noch nicht abschätzbarem Wert sei.

Ferner wünschten die Verkäufer, dass die Integrität der Alpe erhalten bleibe – vor allem die jetzige Nutzung mit ihrer „hohen Sensibilität auch im ökologischen Sinne“.

Konform stehe der Kauf der Alpe Schönesreuth auch zu dem finanziellen Leitbild der Stadtverwaltung, da er durch den Verkauf anderer Grundstücke (beispielsweise der Schießstätte in Rauhenzell) generiert wurde und somit die Stadtkasse nicht zusätzlich belaste.

Trotz der Argumente, die Schaupp in der Pressekonferenz aufführte, war der Kauf der Alpe im Stadtrat umstritten und führte zu heftigen Auseinandersetzungen, da die Hälfte des Stadtrates unterschiedlicher Ansicht war. Vor allem die Fraktionsführer von CSU und Junger Alternative waren trotz erster Gespräche im Januar und einstimmiger Verhandlungsbereitschaft vehement gegen einen Kauf. Unterstützt wurde Bürgermeister Schaupp in vollem Umfang jedoch von den Stadträten, welche die Nachhaltigkeit des Kaufes einer solch – materiell als auch ideell – wertvollen Immobilie anders werteten und unterstützten.

Alle Querelen ignorierend wird die Alpe Schönesreuth ab 1. Mai wieder in Betrieb genommen und die Pächter bieten, wie in den Jahren zuvor, neben Brotzeit und Getränken auch viel Fläche zum Toben und Entspannen, gemäß dem Leitbild der Stadt.

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