Ultraläufer Gerald Krehl setzte beim "Alpen X 500" auf den Kopf

Kein Spaziergang über die Alpen

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Der Oberallgäuer Gerald Krehl (rechts auf dem Foto in roter Jacke) nahm die Kurzstrecke der „Alpenüberquerung nonstopp“ in Angriff. Nach gut 12 Stunden landete der 54-jährige aus Rettenberg auf Rang 5 seiner Altersklasse.

Oberallgäu – Als „ein Muss für alle erfahrenen Ultraläufer“ wurde das spektakuläre Rennen „Alpen X 100“ – nonstopp über die Alpen – angekündigt. Als erfahrener Trailläufer ließ sich Gerhard Krehl aus Rettenberg die außergewöhnliche Herausfordrung nicht entgehen.

eißt wie‘s läuft...“ Das gelte zwar für fast alle Ultraläufe, so Krehl, doch in dem zum Teil hochalpinen Gelände sei das Abenteuer eine absolute Grenz­erfahrung. Das Nonplusultra – die 100-Meilen-Strecke von Seefeld in Tirol bis nach Brixen – habe er sich nicht zugetraut. Die Kurzstrecke mit immerhin 70 Kilometern und mehr als 4200 Metern Anstiegen aber schon und beschlossen: „Das Ding mach‘ ich.“

„Der Kopf muss fit sein. Die Strecke ist ja kein Straßenlauf wo man mit den Gedanken mal ganz woanders sein kann“, sagt Krehl. In dem alpinen Gelände ist über weite Passagen volle Konzentration wichtig. „Vor allem zum Schluss hin; da geht es fast nur noch steil bergab.“ Durchkommen in einer akzeptablen Laufzeit. Unter diesem Leitsatz stellte Gerald Krehl dieses alpine Abenteuer. Darauf baue die Strategie des Rennens auf. „Du musst deinen Lauf ständig perfekt auf deine momentanen Fähigkeiten abstimmen, immer wieder neu klären, wie mache ich weiter...“ Eine Rast an einer der Verpflegungsstationen dauere da schon mal zehn Minuten. „Das bringt was und trägt dich weiter.“ Also keine Zeit für blinde Hast.

„Im Ziel in Brixen war ich erst einmal erleichtert und genoss das Gefühl, mein Rennen tatsächlich gut geschafft zu haben. Eine diebische Freude macht sich da breit...“ erinnert sich der Rettenberger Ultra-Trailläufer. Die Laufzeit mit 12:43 Stunden spielte in diesen Minuten eines überwältigenden Glücksgefühls keine Rolle.

gts

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