TIB: Jubiläum eines Erfolgsmodells

Zusammen mit Schülern aus der Lernförderung (vorne im Bild) feierten Ernst Tyroller (von links), Sinan Yalcin (Stellvertrtender Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins), Immenstadts Zweiter Bürgermeister Herbert Waibel, Mohammed (Schüler der Lernförderung), die Stellvertretende Landrätin Ulrike Hitzler, die Leiterin Lernförderung Edelgard Friedrich, und Lorenz Meyer über das Erfolgsmodell TIB.

Immenstadt - Vor drei Jahren entstand aus der Idee, Menschen mit Migrationshintergrund eine individuelle Lernförderung anzubieten, der Treffpunkt für Integration durch Bildung (TIB). Oberallgäuer Jugendliche werden hier bei Hausaufgaben, Schulabschlüssen oder dem Übergang von der Schule in die Ausbildung unterstützt.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier zog die verantwortliche Lehrkraft, Edelgard Friedrich, eine positive Bilanz: „Die außerschulische Lernförderung im Bildungshaus TIB in Immenstadt ist aus den Kinderschuhen herausgewachsen! Sie hat sich zu einer beliebten und erfolgreichen Institution gemausert.“ Im Schuljahr 2013/2014 haben insgesamt 85 Schülerinnen und Schüler die Lernförderung besucht.

Mit rund 250 Stunden haben Ehrenamtliche zusätzlich Lernbegleitung angeboten. Der Zweite Immenstädter Bürgermeister, Herbert Waibel, sagte, dass es Ziel des Bildungsprojekts sei, faire Chancen zu ermöglichen und dadurch die Integration zu fördern.

Zu diesem Zweck begleitet das Team der Lernförderung Kinder und Jugendliche, die es schwerer als andere haben, auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft. Entscheidend für den Erfolg vor Ort ist insbesondere eine gute Vernetzung mit dem lokalen Umfeld. Der Unterricht findet an drei Nachmittagen statt und wird gemeinsam vom Landkreis Oberallgäu, der Stadt Immenstadt sowie dem türkisch-islamischen Kulturverein finanziert. Sie alle verbindet das gemeinsame Ziel, Kindern und Jugendlichen im Oberallgäu gleiche Bildungschancen zu ermöglichen. Die Stellvertretende Oberallgäuer Ländrätin Ulrike Hitzler hob die Verdienste des Projektes mit den Worten Erich Kästners heraus: „Es gibt nicht Gutes, außer man tut es.“

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