"Fahr grün" nach Oberstdorf

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Willkommen ins Oberstdorf: Zweiter Bürgermeister Dr. Günther Messenzehl und Tourismusdirektorin Heidi Thaumiller (2. und 3. von links) begrüßten Passagiere und Mannschaft der neuen Fernbuslinie Berlin-Oberstdorf. In der Mitte Laura Hoffmann aus Greifswald.

Oberstdorf - Es reist sich komfortabel in den neuen Reisebussen, die im Linienbetrieb seit dem 8. August Oberstdorf mit der Bundeshauptstadt Berlin verbinden. Die Beinfreiheit ist gut und große Panoramafenster erlauben einen uneingeschränkten Blick auf die vorbeiziehende Landschaft. 

„Fahr grün“ lautet das Motto des privaten Anbieters Meinfernbus.de, was sich auch im Design der Busse niederschlägt.

Man wolle als ökologische und preiswerte Alternative zu Bahn und Pkw punkten, so der Anbieter. Er verweist auf eine Studie des Umweltbundesamtes, die Reisbussen eine gute Ökobilanz bestätigt. Weitere Stationen im Allgäu sind Fischen, Sonthofen, Kempten und Memmingen. Außerdem werden unterwegs noch Heidenheim, Aalen und Nürnberg bedient. Seit der Öffnung des Fernbusmarktes drängen immer neue Linien auf den Markt. Meinfernbus.de betreibt inzwischen 27 Linen von der Ostsee bis ins Allgäu. 

Die Preise für die Strecke Oberstdorf - Berlin betragen zwischen 28 und knapp 60 Euro - je früher die Buchung umso günstiger. Betrieben wird die Linie in Kooperation mit den Busunternehmen Schächer aus Tussenhausen und Schneider aus Langenau. In den Bussen gibt es eine kostenlose W-lan Verbindung - angeboten werden auch Imbisse und Getränke. Fahrräder können in begrenzter Anzahl mitgenommen werden. Nachfragen bei den Fahrgästen ergaben, dass vor allem der günstige Preis und die Möglichkeit ohne Umsteigen ihr Ziel zu erreichen, ausschlaggebend für die Buchung waren. 

Tourismusdirektorin Heidi Thaumiller und der stellvertretende Bürgermeister Dr. Günther Messenzehl begrüßten die ersten Reisenden, die mit dem Fernbus in Oberstdorf ankamen mit einem kleinen Präsent. „Ich finde das neue Angebot super“, freute sich Thaumiller. Auch weil Oberstdorf damit wieder eine Direktverbindung in die Bundeshauptstadt habe. „Eine bequeme und günstige Alternative für unsere Gäste“, ist sie vom Erfolg der Busverbindung überzeugt. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, begrüßte auch Messenzehl das neue Angebot und wünschte den „Grünen Bussen viel Erfolg“. 

Fabian Lüdke, der für die Firma die erste Tour begleitet hatte, zeigte sich mit dem Start zufrieden. Auch wenn durch ein längeren Stau bei der Jungfernfahrt eine kleine Verspätung eingefahren wurde. Die 23-jährige Studentin Laura Hoffmann aus Greifswald war zu einem Kurzurlaub von Berlin nach Oberstdorf gefahren und fand die Fahrt angenehm. Als Frühbucherin hatte sie auch einen günstigen Preis ergattert. Sie sieht in dem Angebot „eine gute Alternative zur Bahn“. Mit einem Buch oder Surfen im Internet vergehe die Fahrt auch schnell. Als besonderen Service wurden die Studentin und der Reisebegleiter von der Tourismuschefin persönlich in ihr Oberstdorfer Quartier gefahren.

Heinrich Bonert

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