Pflanzen für die Zukunft

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Peter Naumann (links) vom Bergwaldprojekt zeigt Stiftungspräsident Jacques Rocher worauf es bei der Pflanzarbeit im Bergwald ankommt.

Gunzesried - Im Rahmen des „Bergwaldprojektes“ kam die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ ins Gunzesrieder Tal und setzte zusammen mit Jacques Rocher, dem Präsidenten der Stiftung, junge Weißtannen im Bergwald. Insgesamt wurden von Freiwilligen des Bergwaldprojektes 10000 Bäume im Oberallgäu gepflanzt.

Die „Schlusspflanzung“ im Gunzesrieder Tal ließ sich Jacques Rocher nicht nehmen und reiste kurzerhand ins Oberallgäu. Und der Präsident der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ legt dann auch selbst Hand an, um mit der Pflanzhaue Löcher auszuheben und Weißtannenpflänzchen im Bergwald zu „verankern“. „Wozu? Um der Umwelt zu helfen und einen Beitrag zur Schaffung stabiler Schutzwälder zu leisten.“ 

Jacques Rocher sieht des Engagement als Investition in die Zukunft. Die Stiftung, die sein Vater, Unternehmensgründer Yves Rocher, etablierte, will weltweit 50 Millionen Bäume pflanzen. „In jedem Land, in dem unser Unternehmen tätig ist, werden wir uns mit Pflanzprojekten engagieren.“ Die Rocher-Niederlassung in Stuttgart etwa feiert heuer ihr 40jähriges Bestehen. In den vergangenen Jahren wurden bereits im Schwarzwald und im Harz Bäume gepflanzt. Nicht irgendwelche Bäume, sondern Pflanzen, die den gesunden Mischwald von morgen bilden sollen, vor allem Weißtannen, Buchen, Ahorn. Die örtlichen Förster begleiten die Arbeiten fachlich mit Rat und Tat. 

Froh über die Wiederaufforstungs-Kampagne der Stiftung Yves Rocher ist man auch beim Bergwaldprojekt. Sie sei der idelae Partner für die Maßnahmen und schon seit vielen Jahren im Alpenraum mit unterschiedlichen Maßnahmen aktiv, erläutert Peter Naumann vom Bergwaldprojekt. Jeden Sommer sind Trupps von Freiwilligen bei Pflanzarbeiten im Einsatz, aber auch bei Wegebaumaßnahmen oder anderen Naturschutzarbeiten, etwa Biotopverbesserungen für seltene Arten. Ein paar Meter neben Konzern-Chef und Stiftungspräsident Jacques Rocher schwingt Heike Niemeyer aus Augsburg ihre Pflanzhacke. Sie hat längst Erfahrung mit der Pflanzarbeit im Bergwald und ist heute nur als Springerin dabei, um zu helfen, das Projekt pünktlich zum Abschluss und die letzten 500 Weißtannen in den Boden zu bringen. Normalerweise dauert ein Einsatz beim Bergwaldprojekt eine Woche. „Beim Wegebau in Hinterstein war ich schon fürs Bergwaldprojekt dabei - meine liebste Arbeit. Eigentlich mach’ ich jedes Jahr mit.“ Der spontane Einsatz im Gunzesrieder Tal sei eher eine leichte Aufgabe. Im Gegensatz zu steinigen Steilhängen ließen sich hier die Pflanzlöcher schnell schaffen im tiefen Waldboden, meint Heike Niemeyer und hebt im Gunzesrieder Bergwald ein weiteres Pflanzloch aus.

Josef Gutsmiedl

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