Berufsschüler glänzen in Frankreich

Im Rahmen der Bildungsmaßnahmen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes hatte die Berufsschule Immenstadt bereits zum 14. Mal die Möglichkeit zum Austausch mit der partnerschule in Frankreich. Insgesamt 21 Schüler des Fachbereichs Gastronomie verbrachten unter der Leitung von Studiendirektor Manfred Ecker und der Übersetzerin Nadine Nusser zwei Bildungswochen in Arcachon. Im Vordergrund des Austauschs stand das Kennenlernen der Berufsausbildung in Frankreich, die Arbeitsweise in französischen Betrieben und die gastronomische Weiterbildung. Nicht unwichtig für die Schüler war natürlich auch die Verbesserung ihrer französischen Sprachkenntnisse, die in diesem Berufsbild von großer Bedeutung sind.

„In Frankreich durchlaufen die Auszubildenden lediglich eine zweijährige Schule, das ‘lyceè d`hôtelier’ , wo unsere Schüler auch aktiv am Praxisunterricht teilnehmen konnten“, berichtet Manfred Ecker. Als Ergänzung zur Schule absolvierten sie ein dreitägiges Betriebspraktikum in verschiedenen Restaurants und Hotels von Arcachon. Die Leistungen, die die deutschen Lehrlinge zeigten, wurden sowohl von den französischen Lehrern sowie auch von den Betrieben sehr gelobt. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit mit den französischen Schülern stand jedoch der „Bayerische Abend“. Die deutschen Schüler hatten zuvor als Projektthema in Teamarbeit ein Menü erstellt, vor Ort dann alleine zubereitet und in eigener Regie serviert. An diesem Abend waren neben vielen anderen Ehrengästen der stellvertretende Bürgermeister von Arcachon, der deutsche Generalkonsul, der extra aus Bordeaux anreiste sowie Vertreter der Regionalregierung anwesend. Der deutsche Generalkonsul lobte die Selbständigkeit und Professionalität der deutschen Schüler. Sie seien ein guter Botschafter ihrer deutschen Heimat in Frankreich. Um genauere Vorstellungen des in der Berufsschule erlernten Wissens zu bekommen, wurden auch verschiedene Ausflüge unternommen. Auf dem umfangreichen Programm stand unter anderem ein Ausflug zu Austernaufzuchtsbänken. Hier konnte jeder Schüler Austern verkosten. Bei einem weiterer Ausflug auf eine Entenfarm konnte das fachgerechte Zerlegen einer Ente beobachtet und Entenleber probiert werden. Außerdem wurde eine Einführung in die Weindegustation in St. Emilion besucht und die jeweilige Besonderheit von der Bereitung von Rotweinen und edelsüßen Sauternesweinen in Weingütern erkundet. Beim Gegenbesuch der französischen Schüler im Dezember werden 25 Schüler und deren Lehrer erwartet und zu einem ähnlichen, regional geprägten Programm im Oberallgäu empfangen. hf

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