Grüne Landtagsabgeordnete Gehring und Leiner machen mit ihrer "Bildungsbank" Station in Immenstadt

Unbegrenzte Bildungschancen für Alle

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Für „unbegrenzte Bildungschancen“ – die Grünen Landtagsabgeordneten Ulli Leiner (links) und Thomas Gehring entfernten gemeinsam die symbolische „Bildungsgrenze“ an der „Bildungsbank“ auf dem Immenstädter Marienplatz.

Immenstadt – Mit einer „Bildungsbank“ machten am Dienstag der bildungspolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Thomas Gehring, und sein Fraktionskollege Ulli Leiner auf dem Immenstädter Marienplatz auf das Thema „Bildung ist ein grenzenloses Kinderrecht“ aufmerksam.

In Bayern entscheide die familiäre Herkunft über die Bildungschancen der Kinder – und die Situation verschärfe sich immer mehr, so Thomas Gehring über die Intention der bayernweiten Aktion. Neben der sozialen Herkunft der Kinder – die soziale Kluft in Deutschland werde immer größer – bilde auch die Sprachkompetenz eine Grenze, gerade für Kinder aus Zuwandererfamilien. Die Schulen haben laut Leiner im gegenwärtigen System nicht die Möglichkeiten, diese Defizite auszugleichen.

Im Laufe des vergangenen Schuljahres kamen knapp 25 000 ausländische Schüler neu an Bayerns Schulen – davon mehr als die Hälfte aus EU-Staaten, so Gehring. Hinzu kamen noch zahlreiche Kinder aus anderen Bundesländern. „Auch die müssen aufgefangen werden“, sagt Ulli Leiner, schließlich habe jedes Bundesland seine eigenen Lehrpläne.

„Kinder haben einen Anspruch auf Bildung – das gilt für Kinder, die hier aufgewachsen sind, genauso wie für zugewanderte Kinder. Jeder Mensch der hier lebt, soll die besten Voraussetzungen dazu bekommen, um selbstständig leben zu können, Verantwortung zu übernehmen und an der Gesellschaft teilhaben zu können“, so Gehring weiter. Das Recht auf Bildung bestehe auch unabhängig vom Aufenthaltsstatus von Asylbewerberkindern, fügt er in Hinblick auf das derzeit im Landtag diskutierte Integrationsgesetz hinzu. Auch wenn die Kinder nur drei oder sechs Monate in Deutschland seien, sei es sinnvoll, dass sie in dieser Zeit in die Schule gehen. Mit der „Bildungsbank“ wollen die Grünen das Bewusstsein in der Bevölkerung für die „Bildungsgrenzen“ in Bayern schärfen. „Uns geht es um gute Bildung auf der Grundlage von Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendliche“, sagt Gehring. Die Grenzen der Chancengleichheit – seien sie sozialer, ethnischer, finanzieller oder realer Art, müssten abgebaut werden.

Die Schule als zentraler Ort der Integration brauche eine systematische Sprachbildung und durchgehende Sprachförderung. Angehende Lehrkräfte sollten in die Lage gebracht werden, mit einem hohen Maß an Verschiedenartigkeit umgehen zu können: Mit Begabungs- und Entwicklungsdifferenzen, mit Behinderung, Migration und verschiedenen familiären Hintergründen der Kinder.

Eva Veit

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