Blutroter Spendenaufruf

Auf einen großen Auftritt seines neuen Werbemittels Ballon hofft die Spitze des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes. Nachlassende Spendenbereitschaft und zugleich ständig steigender Bedarf an Blutkonserven bereiten dem Blutspendedienst als Versorgungseinrichtung zunehmend Probleme. Mit dem neuen Heißluftballon in den Farben des Roten Kreuzes und dem Logo des Blutspendedienstes soll frischer Wind in Bereitschaft der Bevölkerung gebracht werden, Blut zu spenden, das in Kliniken und Krankenhäusern dringend gebraucht wird.

Der Ort, wo sonst die „Adler“ über die Schanzen fliegen, erschien dem Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes als idealer Platz, den neuen Werbeträger vorzustellen. Zudem empfahl sich Oberstdorf mit seinem Skisprungstadion auch durch eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Blut-spendedienst, wie es der Hausherr der Erdinger Arena, Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, andeutete. „Eine tolle Partnerschaft.“ So stellt die Erdinger Arena Blutspendern Besuchertickets zur Verfügung und unterstützt Aktionen des Blutspendedienstes. Auf einen gelungenen und großen Auftritt des innovativen Werbemittels hofft die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis. Der rot-weiße Heißluftballon soll auf sympathische Weise auf die Möglichkeit zur Blutspende hinweisen, wenn er über den Himmel zieht. Denn, so die Präsidentin, die Spendenbereitschaft lasse nach. Rund 2500 Blutspenden täglich sind erforderlich, um die Versorgung von Krankenhäusern und Kliniken sicher zu stellen. Das Spenderblut wird vor allem bei Operationen benötigt, aber auch bei der Therapie von Krebspatienten. Engpässe gibt es fast regelmäßig zur Urlaubs- und Ferienzeit. Dann ist das Spendenaufkommen niedriger als sonst, während für Notfälle andererseits der Bedarf steigt. Der neue Ballon soll als schwebende Erinnerung die Menschen erreichen, und quasi den Anstoß geben, bald wieder – oder erstmalig – zur Blutspende zu gehen. Der eher ungewöhnliche Weg der Spenderwerbung stößt jedenfalls auf Zuspruch, wie Christa Prinzessin von Thurn und Taxis berichtet: Andere Landesverbände hätten schon angefragt, ob der Ballon einmal zur Besuchsfahrt kommen könne. Und Ballonfahrten werden regelmäßig unter den Teilnehmern der Blutspendeaktionen des Blutspendedienstes verlost. Als Partner in Sachen Luftfahrt hat der Blutspendedienst Profis gewonnen: Der „Spende Blut“-Ballon wird von erfahrenen Ballonfahrer der „Bavaria Ballonfahrten“ aus Seeg im Ostallgäu betreut, ein Unternehmen, das seit vielen Jahren als kommerzielles Unternehmen Ballonfahrten anbietet. Rund 10000 Kubikmeter Luft kann die Hülle fassen; in fahrbereitem Zustand wiegt der Ballon dann mehr als 14 Tonnen. Auch wenn der neue Blutspende-Ballon in der Erdinger Arena nicht starten konnte, sondern nur startklar gemacht wurde, erhielt er von den katholischen und evangelischen Geistlichen den Segen vor der Jungfernfahrt. Die rote Farbe sei die Farbe des heiligen Geistes, sagte Monsignore Peter Guggenberger, der Oberstdorfer Pfarrer. Und es sei auch die Farbe des Blutes und der Begeisterung. Er wünsche, dass der Ballon die Menschen für die Blutspende begeistern möge.

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