30 Lehrlinge können jetzt als "echte Bosch'ler" durchstarten

Bosch setzt ein klares Signal

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Die ausgezeichneten Abschlussbesten (mit Urkunden, vorne von links) Kauffrau Miriam Roth, Industriemechanikerin Janina Jöntgen, Werkzeugmechaniker Daniel Lochbihler und Mechatronikerin Anna Bayrhof mit Ausbildungsleiter Hermann Strunz (von links), Klaus Bewitzer, Kaufmännischem Werkleiter Johannes Lauterbach, Abteilungsleiterin Martina Steinbacher, Anton Heiter, Vanessa Wiedemann und Michaela Prokop.

Blaichach/Immenstadt – Für 30 Lehrlinge der Robert Bosch GmbH im Werk Blaichach war es ein großer Tag – der letzte Tag als Lehrling. Eine dreieinhalbährige Ausbildungszeit fand einen krönenden Abschluss bei der Freisprechungsfeier im neuen Bosch-Bildungszentrum in Blaichach im Kreise von Betriebsangehörigen, Ausbildern, Eltern und Freunden.

Der Ausbildungsleiter Hermann Strunz freute sich über die gemeinsamen Jahre mit den Azubis aus den Lehrberufen Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker, Elektroniker, Mechatroniker und Industriekaufleute. „Alle 30 Azubis haben ihre Facharbeiterprüfung erfolgreich bestanden“, berichtete der äußerst zufriedene Ausbildungsleiter, „Darunter elf junge Frauen und 19 junge Männer!“ In einem kurzen Rückblick erinnerte er an die Höhepunkte dieser Jahre. Beginnend mit dem ersten Tag und den Fragen: Ist das die richtige Berufswahl, die richtige Firma? Die Azubis hätten dazu inzwischen die richtige Antwort gefunden. Ein Highlight sei auch der „Soziale Tag“ gewesen, bei dem sie die Caritas-Aktion „Kauf 1 mehr“ unterstützt und dadurch selbst an sozialer Erfahrung hinzu gewonnen hätten. Ein weiteres Projekt „Tat vor Ort“ sei ebenfalls für alle Azubis ein große Herausforderung gewesen. Hierbei hätten sie vier Wochen Zeit gehabt, um in einer Schule oder einem Kindergarten selbstständig ein Projekt zu realisieren. Der Sprecher der Absolventen, Tim Kern, bestätigte, dass die Projekte „eine super Erfahrung“ gewesen seien. Das Schönste dabei sei aber „das Erleben von Teamgeist, wahrem Teamgeist!“ gewesen. Er freute sich über „eine super Lehrzeit“ und bedankte sich deshalb bei allen Ausbildern.

Die Abteilungsleiterin für die Aus- und Weiterbildung, Martina Steinacker, hob hervor, dass alle Ausbildungsabsolventen bei der Robert Bosch GmbH auf eine unbefristeten Stelle übernommen worden seien. Es sei für die jungen Facharbeiter sicherlich „ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich gebraucht werde“.

Paul Körper, ein echter Kaminkehrer, überreichte symbolische Glücksbringer für die Abschlussbesten - hier für Miriam Roth (Regierungspreisträgerin) und Daniel Lochbihler.

Der kaufmännische Werkleiter Johannes Lauterbach würdigte die im Rahmen einer optimalen Ausbildung erzielten erfolgreichen Abschlüsse und die Übernahme der jungen Kolleginnen und Kollegen. Sie seien herzlich willkommen. Sie müssten aber jetzt erst mal in ihren Beruf hinein wachsen. „Begreifen Sie es als eine Herausforderung, bei der auch Fehler gemacht werden dürfen“, erklärte Lauterbach, aber mit dem Ziel, daraus zu lernen und es anschließend noch besser zu machen getreu dem Vermächtnis von Robert Bosch: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“

Der Betriebsratsvorsitzende Dieter Lochbihler freute sich besonders über die unbefristete Übernahme der jungen Facharbeiter. Denn dies sei ein klares Signal der Werksleitung dafür „wie wichtig ihr uns seid!“

Als Ehrengast war das Bosch-Eigengewächs und heutiger Werkstattmeister Julian Weiß (30 Jahre) eingeladen, um den Jungfacharbeitern etwas über seinen abwechslungsreichen, herausfordernden und erfolgreichen Werdegang bei Bosch zu erzählen. Er sei bei Bosch genau richtig. Dafür sei er seinem Vater dankbar. Denn dieser hätte ihm bei seiner Berufswahl damals empfohlen: „Geh nicht zur Bank. Geh lieber zu Bosch!“ Und an die Jungen gewandt betonte er: „Ihr könnt auf euren Abschluss und eure Übernahme zu Recht sehr stolz sein.“

Besonders stolz sein können auch die Abschlussbesten. Hier ragte nochmals die Kauffrau und Regierungspreisträgerin Miriam Roth hervor.

Hans Ehrenfeld

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