Bosch-Flüchtlingsprojekt unterstützt auch Projekte im Allgäu

"Bosch hilft" dem Ehrenamt

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Strahlende Gesichter bei der Übergabe der Spendenzusagen für Flüchtlingsprojekte „Bosch hilft“ (rechts: Bosch-Personalleiter Bernhard Lösel, daneben der kaufmännische Werkleiter Johannes Lauterbach).

Immenstadt-Seifen – Als internationaler Arbeitgeber schätzt Bosch die Vielfalt seiner Belegschaft auch in der Unterschiedlichkeit der einzelnen Nationalitäten. Bosch betrachtet Mitmenschen aus anderen Kulturkreisen als eine Bereicherung.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass beim Flüchtlingsprojekt „Bosch hilft“ Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH in Deutschland 410 000 Euro an den von Mitarbeitern getragenen gemeinnützigen Verein Primavera spendeten. „Da die Robert Bosch GmbH eine Verdopplung des Spendenergebnisses zugesagt hatte, ist somit ein Gesamtbetrag in Höhe von 820 000 Euro zusammen gekommen“, freute sich Johannes Lauterbach (kaufmännischer Werkleiter der Robert Bosch GmbH Blaichach) im Rahmen der Spendenübergabe. Bosch unterstütze zudem schon lange Flüchtlingsprojekte.

„Über die Zuteilung der Gelder hat ein sechsköpfiges Gremium aus Vertretern von Primavera, Konzernbetriebsrat, Konzernsprecherausschuss, Flüchtlingshilfekoordination und der Abteilung ‚Corporate Citizenship‘ entschieden“, berichtete Dr. Sabine Lutz, Leiterin des Flüchtlingsprojektes „Bosch hilft“. Aus 185 eingereichten Vorschlägen seien 113 Projekte ausgewählt worden. Wichtige Entscheidungskriterien seien gewesen: die Gemeinnützigkeit der Organisation, die Nachhaltigkeit des Projekts und die ehrenamtliche Beteiligung von Bosch-Mitarbeitern. „Ein Bosch-Mitarbeiter muss Pate sein“ erklärte Dr. Sabine Lutz. Außerdem hätten sie auf eine ausgeglichene regionale Verteilung der Gelder geachtet.

Die meisten Initiativen hätten die Integration von Flüchtlingen zum Ziel wie zum Beispiel die Organisation von Sprachkursen, Freizeit- und Sportaktivitäten oder die Begleitung bei Behördengängen. Oberallgäuer Bosch-Mitarbeiter, welche sich selbst ehrenamtlich in Helferkreisen engagieren, hatten 25 Projektanträge gestellt. Davon seien laut Dr. Sabine Lutz nun im Oberallgäu 19 Projekte mit Spendenzusagen in Höhe von 450 Euro bis 7 500 Euro gefördert worden. Bosch unterstützt damit die Oberallgäuer Flüchtlingsarbeit mit einer Gesamtsumme von 46 975 Euro.

Für den Personalleiter der Robert Bosch GmbH Blaichach, Bernhard Lösel, und für Dr. Sabine Lutz war es eine große Freude den Vertretern der Organisationen die Spendenzusagen zu überreichen verbunden mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Projekt. Strahlende Gesichter gab es bei den Spendenempfängern.

In Immenstadt wurden Projekte des Helferkreises, der Schulen, der Stadt und der katholischen Jugendfürsorge unterstützt: Ferienbetreuung, Erlebnistage, Schwimmkurse, Café Asyl, Sprachförderung, Integration an der Berufsschule, Lernsoftware für Flüchtlingskinder und Get-Connected Wildniscamp. In Blaichach waren es Projekte des Helferkreises, des Gelben Hauses und der Gemeinde: Ferienbetreuung, Erlebnistage, Schwimmkurs, Weiterentwicklung des Deutschkurses, Begegnungscafé und die Anbindung an ein regionales Garten-/ Landschaftsunternehmen. In Bolsterlang und Rettenberg die Fahrradwerkstatt. In Weitnau der PC-Schulungsraum. In Kempten die Deutschvermittlung und das Kulturcafé. Der Caritasverband im Oberallgäu mit dem Projekt „Wir im Oberallgäu: Integration stärken. Demokratie leben.“

Der Betriebsratsvorsitzende Dieter Lochbihler stellte abschließend fest: „Das Flüchtlingsprojekt ist bei den Mitarbeitern sehr gut angekommen.“ Es sei eine tolle Sache, die sich gut anfühle.

Hans Ehrenfeld

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