Stabile Beschäftigungslage und zukunftsfähige Produkte

Bosch im Allgäu bleibt am Ball

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Facility Manager Herbert Wegscheider weiß, wie Energie eingespart werden kann.

Blaichach/Immenstadt – Das Boschwerk Blaichach/Immenstadt (BhP), der größte industrielle Arbeitgeber im Allgäu, informierte vor Kurzem über die Geschäftslage des Unternehmens, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Zukunftsorientierung, regionale Verantwortung und Nachwuchssicherung.

Trotz schwacher Konjunktur im Jahr 2015, so der kaufmännische Werkleiter Johannes Lauterbach, könne Bosch einen „Rekordumsatz“ vermelden. „Der operative Erfolg 2015 basiert auf einer Vielzahl von Innovationen und der konsequenten Weiterentwicklung von Produkten, aber auch auf Verbesserungen auf der Kostenseite.“

Der Start ins Geschäftsjahr 2016 sei verhalten gewesen. Trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes wolle Bosch im Geschäftsjahr 2016 den „Wachstumskurs fortsetzen und den Umsatz um drei bis fünf Prozent steigern“, prognostizierte der kaufmännische Werkleiter, „Denn uns befeuert die weltweite Nachfrage nach Fahrsicherheitssystemen wie dem Antiblockiersystem ABS und dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP®!“ Top aktuell: Ein ABS-System für Motorräder werde 2017 in die Produktion gehen.

Ebenso gefragt sei die Multifunktionskamera (MPC2). Fahrzeughersteller könnten mit einem einzigen Sensor zahlreiche Fahrerassistenzfunktionen realisieren und so den von den Gesetzgebern und Verbraucherschutz-Organisationen geforderten, immer höheren Sicherheitsstandards wie Fußgänger- und Kollisionswarnung gerecht werden. „Diese Systeme reagieren schneller als ein Mensch – außer einem Formel-1-Fahrer“, versichert Lauterbach.

Mit dem „iBooster“ habe Bosch einen vakuumunabhängigen, elektromechanischen Bremskraftverstärker entwickelt, der die Anforderungen an ein modernes Bremssystem erfülle. Er sei für alle Antriebskonzepte einsetzbar und eigne sich besonders für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Der Fokus richte sich darüber hinaus auf „Internet of Things and Services“ (Internet der Dinge und Dienstleistungen): Eine Vernetzung von Geräten wie Sensoren, Sicherheitskameras, Fahrzeuge und Produktionsmaschinen. Der Erkenntnisgewinn aus diesen anonymisiert gewonnenen Daten könnte neue Services generieren, welche das herkömmliche Produktgeschäft ergänzen würden. Von einer vernetzten Welt könnten Verbraucher und Geschäftswelt gleichermaßen profitieren. Die Zukunftsfähigkeit vernetzter Lösungen habe Bosch mit „Industrie 4.0“ aufgezeigt. „Hier sind wir führend“, so Lauterbach. „Dieses Standbein werden wir weiter ausbauen.“ Bosch blicke zuversichtlich auf die Megatrends wie automatisiertes, vernetztes oder elektrisches Fahren. „Das wird kommen!“ so Lauterbach.

Stabile Beschäftigung - hohe Zufriedenheit

Bosch könne mti seinen 3.300 Mitarbeitern im Werk Blaichach/Immenstadt eine stabile Beschäftigung auf gutem Niveau verzeichnen. Gemäß Werkleiter Lauterbach hat die Bosch-Mitarbeiterbefragung 2015 ein äußerst positives Ergebnis erbracht. Denn 79 Prozent fänden in ihren Teams einen sehr guten Teamgeist vor und 83 Prozent der Mitarbeiter seien stolz, bei Bosch zu arbeiten.

„Unsere Belegschaft wird älter“, berichtet Personalleiter Bernhard Lösel. Der Altersdurchschnitt im Werk Blaichach/Immenstadt betrage 44 Jahre. Die Anhebung der Altersgrenze erfordere von Bosch ein zukunftsorientiertes Beschäftigungskonzept. Bosch lege deshalb großen Wert auf die interne Weiterentwicklung von Mitarbeitern, um qualifizierte Mitarbeiter an sich zu binden. Eine Schlüsselrolle habe dabei das Bildungszentrum in Blaichach, sagt Lösel.

Mit einem richtungsweisenden Gesundheitsmanagement möchte Bosch die Gesundheit und damit einhergehend die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter verbessern. So gebe es Vorsorgeuntersuchungen vor Ort und „befit-Kurse“ unter Anleitung des Gesundheitsmanagements im Werk. Beides würde sehr gut angenommen werden.

Das Blaichach/Immenstädter Bosch-Werk sei nicht nur der größte industrielle Arbeitgeber im Allgäu, sondern es sei auch in der Region fest verwurzelt, betont die Werkleitung. So würde sich Bosch im Allgäu mit unterschiedlichen sozialen Projekten engagieren, wie etwa die Blaichacher Auszubildenden mit „Sozialer Tag“ und „Tat-vor-Ort“ oder die Gesamtbelegschaft mit Spendenaktionen wie „Bosch hilft“ für Flüchtlingsprojekte im Oberallgäu.

Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, sei Teil der Bosch Unternehmenskultur und bestimme das langfristig ausgerichtete Handeln. Daher wolle Bosch seine Mitarbeiter beim Thema Umweltschutz verstärkt motivieren. In der eigens erstellten „EnergieErlebnisWelt“, einem Umweltschutz-Parcours zum Anfassen, soll den Mitarbeitern ein sinnvoller Umgang mit Energie im betrieblichen wie auch im privaten Umfeld aufgezeigt werden. Bosch habe durch die Entwicklung eines effizienten Abschaltmanagements den Energieverbrauch im Werk drastisch reduzieren können. Bosch verpflichte sich, die Energieeffizienz am Standort kontinuierlich zu verbessern.

Hans Ehrenfeld

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