Verbesserungen durch Netzwerk

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Oberallgäuer Gesundheitspartner informieren über die Neuerungen des Bosch BKK-Gesundheitsmodells (von links): Dr. Jakob Berger (Bayerischer Hausärzteverband), Michael Osberghaus Geschäftsführer Kliniken OA), Dr. Nils Dalaker (Chefarzt der Wasach-Klinik Oberstdorf), Dr. Carlos Martinez (Klinikum Kempten) und Prof. Dr. Peter Brieger (Ärztlicher Direktor Bezirkskrankenhaus Kempten).

Oberallgäu – Patienten im Oberallgäu sehen im Krankheitsfalle besseren Zeiten entgegen, wenn sie Mitglied bei der Bosch BKK sind. Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Dieter Geis, und der Vorstand der Bosch BKK, Bernhard Mohr, haben Verbesserungen in der hausärztlichen Betreuung vereinbart.

So wollen sie ab 1. Januar 2014 besonders aufwendige hausärztliche Leistungen honorieren. Dies betrifft die Betreuung chronisch Kranker und Patienten im Pflegeheim. Des weiteren sollen Patienten einen schnelleren Zugang zu bestimmten fachärztlichen Leistungen, wie für eine akutpsychotherapeutische Behandlung und für eine orthopädische Versorgung bei unspezifischen Rückenschmerzen erhalten. Als Anreiz für eine schnellere Versorgung lockt eine höhere Vergütung. 

Ein rascher Therapiebeginn sei förderlich für eine effiziente Behandlung. Deshalb verzichtet Bosch BKK auch bei einer akutpsychotherapeutischen Behandlung auf das obligatorische langwierige Gutachterverfahren. Zuvor hatte Bosch BKK mit seinen Oberallgäuer Partnern ein tragfähiges medizinisches Versorgungskonzept erörtert. Ergebnis: Eine Optimierung der Patientenversorgung soll durch eine Vernetzung der Haus- und Fachärzte erzielt und darüber hinaus der Focus der Versorgungsleistungen auf besonders häufig vorkommende Krankheitsbilder gerichtet werden. 

Bernhard Mohr erläuterte, dass körperlicher Beschwerden häufig mehrere Ursachen hätten, deshalb solle eine erfolgreiche Behandlung auch interdisziplinär erfolgen. Eine Fach übergreifende Abklärung komplexer Fallkonstellationen solle künftig durch eine stärkere Vernetzung von Kliniken, Haus- und Fachärzten erleichtert werden. Darüber hinaus sollen in komplexen orthopädischen und psychotherapeutischen Fällen Koordinatoren zur Erstellung eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes (Therapieplanes) eingesetzt werden. Für orthopädische Fälle sei dies Dr. Nils Dalaker (Chefarzt der Wasach-Klinik Oberstdorf) und für psychotherapeutische Fälle Prof. Dr. Peter Brieger (Ärztlicher Direktor Bezirkskrankenhaus Kempten). Anschließend werde die Behandlung der Patienten von den Haus- und Fachärzte fortgeführt werden, wobei primär der Hausarzt den Therapieplan steuere. 

Diese Vereinbarungen werden im Oberallgäu von einem breiten Bündnis mitgetragen: dem Bayerischen Hausärzteverband, der Bosch BKK (versichert 20 Prozent der Oberallgäuer), dem Hausarztverein, dem Facharztverein Oberallgäu, dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu, dem Bezirkskrankenhaus Kempten und der Wasach-Klinik. 

Die Stimmen der Partner sind allesamt positiv. Michael Osberghaus (Geschäftsführer Kliniken OA) lobt Bosch BKK, weil sie im Dialog mit den regionalen Partnern „neue, innovative Wege geht“. Dr. Karim Moussa (Vorsitzender des Facharztvereins OA) ergänzt, dass die Patientenbegleitung eine innovative Idee sei. „Ihre Effizienz und Kosteneffektivität ist inzwischen auch wissenschaftlich evaluiert.“ Von den Neuerungen „profitiert nicht nur der Patient, dem geholfen wird“, bestätigt der Bosch BKK-Vorstand Bernhard Mohr, „sondern es ist auch effizienter.“ Dr. Dieter Geis spricht von einem „zukunftsweisenden Modell“. Dr. Boris Ott (Vorsitzender des Hausärztevereins OA e.V.) beruhigt: „Die bessere Kooperation der Ärzteschaft werde sich für alle, also auch für die anderen Versicherten, positiv auswirken. Zudem arbeiten bei uns die Ärzte kollegial und konstruktiv zusammen.“

Hans Ehrenfeld

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