Brücke ins Berufsleben

Schulleiter Dieter Friede (3. von links) und Stellvertreter Armin Ländle (rechts) mit den Landkreispreisträgern Michael Markus (von links), Marjan Buzanin, Matthias Vogler (beide mit 1,0-Notendurchschnitt), Manuela Leimer, Valentina Doslic und Fachère van Teeffelen. Foto: Josef Gutsmiedl

Im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier wurden 140 Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Berufsschule Immenstadt verabschiedet. Für die besten Zeugnisnoten gab es auch heuer zum Ende der Lehrzeit Preise der Schule, des Landkreises und der Bezirksregierung.

Schulleiter Dieter Friede erinnerte in seiner Bilanz für diesen „Winterjahrgang“ daran, dass das duale System der beruflichen Ausbildung nach wie vor die preiswerteste und zugleich effektivste Form der Berufsausbildung darstelle. „Das duale System unserer Berufsausbildung bietet Jahr für Jahr für rund zwei Drittel aller Schulabsolventen die Chance, einen Beruf zu erlernen, mit dem sie direkt ins Arbeitsleben einsteigen können“, sagte Friede. Eine Leistung, von der die Öffentlichkeit zu wenig Notiz nehme. Die Berufsausbildung sei vergleichbar mit einer Brücke, so Schulleiter Friede weiter, die direkt ins Berufsleben führe. Allerdings sei sie Brücke fast ebenso von konjunkturellen, technischen und demografischen Entwicklungen abhängig wie der Arbeitsmarkt an sich. Die oftmals geforderte vermehrte Eigenverantwortung der Schulen sei eine Medaille mit zwei Seiten, gab Friede zu bedenken. Schulen sind keine Unternehmen und sollten es auch nicht werden. Unterwerfe sich das Schulwesen den Kriterien des Marktes, verlören die Schulen ihre Rolle als „Schutzraum“. Friede: „Ein System der Ressourcen- oder Profitmaximierung darf bei uns nicht an erster Stelle stehen.“ Qualifizierte Fachkräfte seien der Garant für Produktivität und Exporterfolg, kam Dieter Friede auf die Zukunft der Schulabsoventen zurück. „Der langfristige Nutzen der Ausbildung heißt für Sie aber auch, dass Sie in Zukunft bereit sein müssen, für weitere Ausbildungen und Fortbildungen offen zu sein.“ Ein neuer Weg eröffne sich aktuell mit der Einrichtung einer Berufsoberschule in Sonthofen, wies Friede auf eine „Anschlussverbindung“ hin. Die Preisträger des Jahrganges: Landkreispreisträger Matthias Vogler (Kaufmann im Einzelhandel, Schratt Schuhe Oberstdorf) Marjan Buzanin (Kfz-Mechatroniker – PKW-T, Hartmann Automobile GmbH & Co.KG, Kempten Valentina Doslic (Kauffrau für Bürokommunikation, Allianz Beratungs- und Vertriebs AG Kempten) Dominik Hirschinger (Hotelfachmann, Alpenhof Hotel GmbH, Oberstdorf) Florian Dessel (Koch, Schachtner Restaurant & Café, Tiefenbach) Michael Markus (Maurer, Lau Bau GmbH, Röthenbach) Manuela Leimer (Bürokauffrau, Milchwirtschaftliches Zentrum, Kempten) Fachère van Teefelen (Friseurin, Friseurteam Höpfer & Höpfer, Kempten) Regierungspreisträger Franziska Herrmann (Kauffrau im Einzelhandel, V-Markt GmbH & Co.) Schulpreisträger Janine Müller (Kauffrau im Einzelhandel, Feneberg GmbH, Fischen) Sarah Deuss (Hotelfachfrau, Lindner Parkhotel & Spa, Oberstaufen) Dominik Sindermann (Kfz-Mechatroniker – PKW-Technik, Seitz Autohandels-GmbH + Co. KG, Sonthofen Mareika Übelhör (Bürokauffrau, Baumit GmbH, Bad Hindelang) Melanie Anna Stracke (Friseurin, Bizarr Hair-Spa-Lounge, Kempten).

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