Bund Naturschutz: Nein zur Beteiligung der Landkreise an Rettung des Allgäu Airports

"Verdeckte Subventionierung"

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Rund um den Allgäu Airport in Memmingen liegen große ehemals militärisch genutzte Flächen brach. Die Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte müssen nun entscheiden, ob sie Flächen aufkaufen und als Gewerbeflächen vermarkten wollen.

Allgäu – Der Bund Naturschutz (BN) hat große Bedenken was das Konzept zur Sanierung des angeschlagenen Allgäu Airports anbelangt. „Nach allem, was wir bisher wissen, gleichen die Gelder deutlich mehr einem Zuschuss an den Flughafen und letztlich an Ryanair als einem wirtschaftlichem Engagement in einer Gewerbeflächenkonversionsgesellschaft“, so Thomas Frey, Regionalreferent beim BN, gegenüber unserer Zeitung.

Fakt ist, so Frey, dass bei Wasseruntersuchungen in diesem Bereich, der seit 1935 als militärisches Gebiet ausgewiesen war, bereits Perflourierte Tenside (PFT) gefunden wurden, die Krebs verursachen können. Die Kosten für eine Beseitigung des verunreinigten Bodens würde Millionen Euro verschlingen, so Frey. Eine Expertise über die aktuellen Werte will das Wasserwirtschaftsamt Kempten bis Ende des Jahres vorlegen.

Darüber hinaus sieht Frey in der Aktion eine „verdeckte Subventionierung“ des finanziell klammen Flughafens. So hätten in einem Bürgerentscheid 2005 die Unterallgäuer klar gegen eine Anschubfianzierung für den Airport gestimmt.

Mit Blick auf die Ausbaupläne der Start- und Landbahn, laut Frey für rund 20 Millionen Euro, müsse das Geld woanders her, zumal die „Zuschüsse durch den Freistaat von circa zwölf Millionen Euro nicht ausreichen“, so Frey. Dabei müsste der Flughafen nur seine Start- und Landegebühren für Ryanair auf ein erforderliches Maß anheben, um kostendeckend zu arbeiten. Aus Freys Sicht werde unterm Strich damit die Billigflug-Airline subventioniert und dies sei „kontraproduktiv zu allen Klimaschutzvorgaben“.

„Der BN lehnt öffentliche Zuschüsse in den Flugverkehr ab. Gerade durch den Billigflugverkehr wird Flugverkehr generiert, der bei realen Kosten nicht stattfinden würde“, resümiert Frey. Schwierigkeiten sieht er außerdem bei der Erschließung der beiden Flächen und bei der planungsrechtlichen Situation.

Eine Übersicht zur Thematik gibt es hier:

kl

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