Für "Gute Arbeit"

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Um „Gute Arbeit. Soziales Europa“ geht es nicht nur am Tag der Arbeit, sondern auch bei der Wahl zum EU-Parlament am 25. Mai, meinen Andreas Ehrenfriedt (links) und Ewald Lorenz-Haggenmüller.

Immenstadt - Unter dem Motto „Gute Arbeit. Soziales Europa“ stand die Maikundgebung des DGB in Immenstadt. In seinem Referat unterstrich Betriebsseelsorger Ewald Lorenz-Haggenmüller von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB, dass Wirtschaft dem Menschen dienen müsse, und nicht dessen Ausschließung voran treiben dürfe.

In einem anschaulichen Vergleich skizzierte Ewald Lorenz-Haggenmiller die Ungleichverteilung: während die 400 reichsten Menschen bequem in der Hofgarten-Stadthalle Platz fänden, bräuchte man für die „arme Hälfte der Menschheit“, mithin 3,5 Milliarden, die Fläche der Landkreise Ost-, Ober- und Westallgäu. Diese „himmelschreiende Ungleichverteilung“ sei der wichtigste Grund für die Maikundgebungen – auch in Immenstadt.

Die Ungleichheit gehe weiter und sei keineswegs ein schicksalhaftes Naturereignis. Vielmehr, so Lorenz-Haggenmüller in seiner Kritik, sei diese Ungleichheit Ausdruck „wie unsere Wirtschaft organisiert ist“ und habe ein System. Der Gewerkschafter berief sich auf Papst Franziskus, der aktuell das Nein der Kirche zu einer „Wirtschaft der Ausschließung“ bekräftigt hatte. Die Ausgeschlossenen gehörten nicht mehr zur Unterschicht, stünden am Rande, sondern blieben außerhalb der Gesellschaft, warnte der Papst.

Schlechte Arbeit – Arbeitslosigkeit, Leih- und Zeitarbeit, Mini-Jobs und Befristungen – führt Lorenz-Haggenmüller zufolge zum allmählichen Ausschluss. Mit der Langzeit- arbeitslosigkeit von rund drei Millionen Menschen in Deutschland habe man sich offenbar schon längst abgefunden. „Wir tun so, als hätten wir Vollbeschäftigung.“ Gute, gerecht entlohnte Arbeit müsse zum Leben reichen und Altersarmut verhindern.

Gelegenheit, das soziale Europa zu stärken, sehen Lorenz-Haggenmüller und Andreas Ehrenfriedt, Vorsitzender des DGB-Immenstadt, in der bevorstehenden Wahl zum Euopaparlament. Es gelte die soziale Komponente in diesem Parlament zu stärken, den Vormarsch von sozialer Ungleichheit und Armut in allen europäischen Länder zu stoppen. Beide appellierten: „Machen Sie Werbung im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis für diese Wahl!"

Josef Gutsmiedl

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