Ehrenmedaille für großes Engagement

Hubert Buhl (von links) stellte die neuen Träger der „Ehrenmedaille“ Uwe Brendler, Andreas Bock, Anita Walter, Herbert Jortzig und Peter Götz bei der Feierstunde im Rathaus vor. Foto: Josef Gutsmiedl

Mit einem „Tag des Ehrenamtes“ würdigt die Stadt Sonthofen seit mehreren Jahren alle Bürgerinnen und Bürgerr, die sich - ohne Bezahlung - in Vereinen, Organisationen und Einrichtungen engagieren. Heuer wurden mit Anita Walter, Andreas Bock, Peter Götz, Herbert Jortzig und Uwe Brendler fünf Sonthofer mit der „Ehrenmedaille“ der Stadt ausgezeichnet.

Die kleine Feierstunde am „Tag des Ehrenamtes“ solle zeigen, wie sehr die Stadt das ehrenamtliche Handeln vieler seiner Bürgerinnen und Bürger schätze, sagte Bürgermeister Hubert Buhl. Auch wenn ehrenamtliches Handeln meist „eher im Stillen“ stattfinde, stehe es an diesem Abend im Rampenlicht - „und all das, was Sie für andere und das Gemeinwohl tun“. Wer hinter die Kulissen schaue, erkenne, dass in nahezu allen Lebensbereichen ehrenamtlich Tätige anzutreffen seien, so Buhl in der Würdigung aller Ehrenamtlichen. Besonderes Augenmerk galt an diesem Tag den „neuen“ Trägern der Sonthofer „Ehrenmedaille“. Anita Walter etwa ist seit fast 30 Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Kinderschutzbund Sonthofen und seit langem beim Verein „Arche“. Bei vielen Projekten ist sie als Organisatorin mit dabei, begleitet Familien und Frauen mit Kindern mit Prblemen oder in schwierigen finanziellen Situationen. Marie-Luise Haußer, lange Zeit Vorsitzende des Kinderschutzbundes, beschrieb Anita Walter als „Paradebeispiel für die Bürgergesellschaft“ mit einem „hohen Bewusstsein für diese Aufgabe“. Das Motto „Leben für die Musik“ beschreibt das Wirken Herbert Jortzigs. Seit 50 Jahren aktiver Musiker in der Stadtkapelle Sonthofen war Jortzig fast 20 Jahre Erster Vorsitzender und ein unermüdlicher Organisator. Jortzig gründete 1990 das Blechbläserquintett der Stadtkapelle. Für Menschen in schwierigen Situationen setzt sich Peter Götz beim VdK Ortsverband ein. „Er weiß, wovon er redet“, skizzierte Bürgermeister Buhl den rührigen Behindertenbeauftragten der Stadt, der sich trotz eigener Behinderung mit großem Engagement für die Menschen einsetze. „Wenn’s brennt“ war Andreas Bock bei der Freiwilligen Feuerwehr stets zur Stelle - nicht allein bei tatsächlichen Brandfällen. Seit dem Jahr 2003 war der Oberbayer zuständig, wenn es um die Jugendausbildung und die Jugendfeuerwehr in seiner neuen Heimat Sonthofen und im Oberallgäu ging. Für viele Leistungswettkämpfe der Jugendfeuerwehren machte er seine Mannschaft erfolgreich fit. „Feuereifer und hohen Sachverstand“ bescheinigt Hermann Kracker vom Heimatdienst Uwe Brendler, „einen absoluten Gewinn für den Verein“. Und Bürgermeister Buhl beschreibt Brendler als „Persönlichkeit, die immer wieder aufzeigt, wie sich unsere Stadt entwickelt hat“. Das „ungeheuere Wissen“ bringe Uwe Brendler wo immer möglich ein bei Veranstaltungen und Arbeiten, um die Sonthofer Geschichte aufzuzeichnen und lebendig weiter zu geben.

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