Leistung und Verantwortung

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Kreishandwerksmeister Thorsten Lang (vorne links) ehrte zusammen mit dem Präsidenten der Handwerkskammer für Schwaben, Jürgen Schmid, (vorne rechts) verdiente Handwerksmeister: (hintere Reihe von links) Christian Raps, Karl Fritz, Johann Martin, Martin Reichart, Richard Besler, Karl-Heinz Viktor; (vorne ab 2. von links) Georg Böck, Siegfried Jörg, Helmut Martin, Sebastian Mayr und Matthias Veith.

Bad Hindelang – In Bad Hindelang ehrte die Kreishandwerkerschaft kürzlich verdiente Handwerksmeister. Kreishandwerksmeister Thorsten Lang freute sich über diese besondere Feier, denn an diesem Abend werde „die Leistung von Menschen nach klaren Normen und nicht nach Lust und Laune“ wie bei manchen TV-Shows gewürdigt.

Der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Jürgen Schmid, ergänzte, dass es „einer Organisation wie dem Handwerk mehr als gut zu Gesicht stehe, „rücksichts- und ehrenvoll die Menschen zu ehren, welche über viele Jahre hinweg mit großer Kontinuität ihre Leistung in unserem Wirtschaftszweig erbracht haben.“ Deshalb werde er als Präsident die Ehrung der Meister selbst vornehmen. Er erinnerte daran, dass Leistung immer Hand in Hand mit Verantwortung gehe. Diese Verantwortung werde deutlich in dem steten Bestreben nach einer gleichbleibend hohen Qualität in der Arbeits- und Ausbildungsleistung. Damit würden sie aktive Zukunftssicherung für ihren Betrieb und für ihren Berufsstand betreiben.

Das Handwerk habe stets mehr Fachkräfte ausgebildet als erforderlich gewesen sei, doch aufgrund des demografischen Wandels könnten schon lange nicht mehr alle Lehrstellen besetzt werden. Deshalb müssten sich die Handwerksberufe etwas einfallen lassen, um die jungen Menschen für sich zu gewinnen. Daher sei es auch gut, dass ein Gesellenbrief für eine akademische Ausbildung qualifiziere. 

Es stelle sich natürlich die Frage: „Müssen Handwerker unbedingt auch noch studieren? Brauchen wir denn nicht nach wie vor tüchtige Mitarbeiter in den Betrieben für die „normale“ Arbeit?“ Da die Technisierung von Arbeitsabläufen immer schneller auch in Handwerksbetrieben voran schreite, werde das Handwerk künftig beide Fachkräfte benötigen: Handwerker und Ingenieure. Deshalb müsse ein Umdenken erfolgen. Vor der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns sei ihm nicht bange, weil es in den meisten Gewerken schon tarifliche Mindestlohn-Vereinbarungen gebe. Zuletzt dankte er den Handwerksmeistern für ihren unternehmerischen Mut und für ihre großen Verdienste um die Gesellschaft. Schwaben sei stolz auf sein ehrbares Handwerk. 

Die Silberne Ehrennadel und Ehrenmeisterbrief erhielt Dipl.-Ing. Georg Böck (Obermeister der Bauinnung Oberallgäu), den Ehren-Meisterbrief Karl-Heinz Viktor (Schreinerinnung), die Ehrenurkunde Christian Raps (Schreinerinnung). Mit dem Goldenen Meisterbrief wurden Sebastian Mayr (Maurermeister), Zimmerermeister Siegfried Jörg, Maler- und Lackierermeister Karl Fritz und Helmut Martin ausgezeichnet, sowie die Schreinermeister Richard Besler, Johann Martin, Martin Reichart und Matthias Veith. 

Der Goldene Meisterbrief wird nach 30 verdienstvollen Arbeitsjahren ab dem 60. Lebensjahr verliehen. Ingenieure erhalten den Ehrenmeisterbrief zu denselben Konditionen wie beim Goldenen Meisterbrief. Eine Silberne Ehrennadel wird für große Verdienste um das Handwerk und eine Ehrenurkunde für langjähriges erfolgreiches ehrenamtliches Wirken in der Innung verliehen.

Hans Ehrenfeld

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