Einblick in eine Männerdomäne

Lisa (von links), Alina, Nadja und Seline hatten beim Girls Day in der Jägerkaserne jede Menge Spaß. Fotos: Annuschka Kämmerer

Begeistert zeigten sich 120 Mädchen, die im Rahmen des Girls Day die Jägerkaserne besuchten. Hintergrund des Girls Day ist, dass Mädchen vermehrt an männerspezifische Berufe herangeführt werden sollen. Die 14- bis 16-Jährigen aus allen Schularten konnten in den sechs Stationen Einblicke in in eine Auswahl verschiedener Aufgabenbereiche der Bundeswehr erhalten und auch selbst aktiv werden.

„Wir wollen den Mädchen an verschiedenen Stationen zeigen, was sich hinter den Kasernenmauern abspielt,“ erläutert Hauptmann Udo Hagemeister. Er betont, dass die Bundeswehr vielerlei Ausbildungswege und eine große Auswahl an zivilen Ausbildungsberufen anbietet. Man dürfe nicht vergessen, dass die Bundeswehr nach dem Ende der allgemeinen Wehrpflicht sich um Nachwuchs bemühen muss. Im Bereich Brandschutz wurde den Mädchen die verheerenden Folgen eines Fettbrandes und eines Grillunfalls vorgeführt. Geschützt durch feuerfeste Handschuhe und Schutzhelme konnten sie eine Übungspuppe mit einer Löschdecke löschen sowie mit einem Feuerlöscher einen Brand bekämpfen. Wie wichtig Sport in der Grundausbildung der Bundeswehr ist, wurde den Mädchen in der Sporthalle demonstriert. Beim Hochsprung und am Reck konnten sie Bestandteile des Basisfitnesstests probieren. In der Station Computerunterstütze Ausbildung (CUA) erfuhren die Teilnehmerinnen, wie die Ausbildung in der Bundeswehr durch moderne digitale Ausbildungshilfsmittel unterstützt wird. Diese Unterrichtsmaterialien werden unter anderem am Standort Sonthofen durch ein Team aus Experten, Grafikern und Programmierern zusammengestellt. Das Wissen über die aktuelle und zukünftige Wetterlage ist auch im Bereich der Bekämpfung von biologischen und chemischen Kampfstoffen wichtig. Darüber, wie die Bundeswehr ihre eigenen Wettervorhersagen trifft, konnten sich die Mädchen bei der Station Wetter informieren. Anhand von Messgeräten wurden ihnen Möglichkeiten aufgezeigt wie die Bundeswehr Schadstoffe oder radioaktive Strahlung aufspürt. In der Unterrichts-Mitschau-Anlage (UMSA) konnten die Teilnehmerinnen anhand einer Videoaufzeichnung ihre Wirkung bei Vorträgen begutachten. „Ich fand es interessant und es hat mir auf jeden Fall gut gefallen,“ resümiert Nadja. Auch ihren Freundinnen hat der Girls Day in der Jägerkaserne gut gefallen und sie gehen mit vielen neuen Eindrücken nach Hause.

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