Ende der "Ära Kirsch"

In der Innungsversammlung 2006 hatte Bruno Kirsch sich zwar noch einmal für das Amt des Obermeisters der Innung für Elektro- und Informationstechnik Kempten/Oberallgäu zur Verfügung gestellt, aber damals bereits angekündigt: Mit 70 ist Schluss! Und genau diese Ankündigung machte er, mit über 35 Jahren Amtszeit dienstältester Obermeister Deutschlands, wahr.

Einen Tag vor seinem 70. Geburtstag mussten die Innungsmitglieder einen neuen Obermeister wählen. Auch Werner Glas kandidierte nicht mehr als stellvertretender Obermeister. Neuer Obermeister ist Albert Miller (Kempten), sein Stellvertreter Hermann Böving (Durach). Schriftführer ist weiterhin Lothar Mayr (Kempten), Franz Kinzel (Kempten) stellt sich für eine weitere Amtszeit als Lehrlingswart und Gesellenprüfungsvorsitzender zur Verfügung sowie Klaus Kinzelmann (Kimratshofen)als Fachgruppenleiter Elektrotechnik. Dem Vorstand gehören weiter an: Stefan Buhmann (Bad Hindelang), Peter Junghans (Kempten), Stefan Klaus (Kempten), Peter Miller (Kempten), Robert Reichart (Kempten) sowie Konrad Uhlemayr (Rettenberg). Eine Würdigung der vielfältigen Verdienste von Bruno Kirsch, der seit 1970 der Innung angehört, stand neben den Neuwahlen natürlich im Mittelpunkt der Innungsversammlung. Bruno Kirsch habe mit seinem Vorstand das Elektro-Handwerk auf allen Ebenen vertreten, in der Regionalpolitik ebenso wie auf Verbandsebene oder in Tarifausschüssen. Darüber hinaus habe Bruno Kirsch mit der „Erfindung“ der „Kalkulationshilfe für die elektro- und informationstechnischen Handwerke (KfE)“, die einzigartig im deutschen Handwerk ist und eine wesentliche Vereinfachung der Angebotskalkulation und Fakturierung bedeutet, seine Kollegen wesentlich unterstützt. Bruno Kirsch habe sich immer mit vollem Einsatz engagiert. Dieses Engagement sei auch durch entsprechende Ehrungen gewürdigt worden: Bereits 1982 erhielt Kirsch die silberne Ehrennadel, gefolgt 1999 von der goldenen, 2002 den goldenen Meisterbrief, 2005 den Ehrenring, eine der höchsten Auszeichnungen des Verbandes, und 2007 Bundesverdienstkreuz am Bande. Erste Amtshandlung des neuen Obermeisters Albert Miller war es daher, den Mitgliedern vorzuschlagen, Bruno Kirsch zum Ehrenobermeister zu ernennen, was auch einstimmig beschlossen wurde. Auf seine Erfahrung und seinen Rat wolle man nicht verzichten. Bruno Kirsch sieht in diesem Amt einen wesentlichen Vorteil: Als Ehrenobermeister könne er an allen Sitzungen teilnehmen, beratend und helfend tätig sein, er müsse aber nicht mehr die Verantwortung tragen. Stellvertretender Obermeister Hermann Böving würdigte die Verdienste seines Vorgängers Werner Glas, als die eines starken Stellvertreters neben einem starken Obermeister. Glas sei seit 1976 Innungsmitglied und immer auch aktiv und engagiert gewesen Seit 1997 stand Werner Glas als Stellvertretender Obermeister Bruno Kirsch zur Seite, eine 12-jährige Zusammenarbeit, die immer Freude gewesen sei, wie sowohl Bruno Kirsch als auch Werner Glas betonten. Für seine Verdienste wurde Werner Glas eine Ehrenurkunde der Innung überreicht. Ein weiteres Thema der Innungsversammlung war der Bericht des Lehrlingswarts, Franz Kinzel. Dieser konnte Erfreuliches berichten: Die letzten Prüfungen waren besser ausgefallen. Kinzel warnte aber gleichzeitig davor, dass das Prüfungsniveau schwieriger würde. Auch die Lehrstellenbörse wurde diskutiert, mit deren Entwicklung in den letzten Jahren die Innung nicht zufrieden war. Das Handwerk sei im BTZ durch große Unternehmen, welche in der Berufsschule präsent sind, an die Seite gedrängt worden. Mit neuen Ideen und stärkerer Einbindung der Mitgliedsfirmen soll die Akzeptanz verbessert werden. Das kollegiale Miteinander in der Innung zu pflegen und zu stärken, darin sieht der neue Obermeister eine seiner wesentlichen Aufgaben. Dazu zählten insbesondere der Informationsaustausch und auch gegenseitige Hilfestellung. Nur gemeinsam könne man Dinge durchsetzen, so Albert Miller. Um sein Amt positiv ausfüllen zu können, sei er natürlich auf ein Feedback durch die Mitglieder angewiesen. Deshalb lautete der Appell an alle Mitglieder, mehr den Dialog mit der Innung zu pflegen.

Meistgelesene Artikel

Gelungener Zunftball der SfZ

Sonthofen – Eine gelungene Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder der große Zunftball der Sonthofer Fasnachtszunft SfZ im Haus Oberallgäu. …
Gelungener Zunftball der SfZ

Schnell und gut beheizt

Oberstdorf – Schlag auf Schlag geht es bei den Bergbahnen Oberstdorf/Kleinwalsertal. Mit der Inbetriebnahme der neuen Sechser-Sesselbahn, der …
Schnell und gut beheizt

Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

In den Skigebieten in Oberstdorf und dem Kleinwalsertal kennt der Skispaß, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen. Eine der attraktivsten …
Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Kommentare