Erfolgreiche Entwicklung

Der neue Vorstand des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V. mit (von links) Siegfried Zengerle, Heribert Kammel und Theo Haslach. Foto: Josef Gutsmiedl

In ihrem Jahresbericht auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V. in Martinszell machte Geschäftsführerin Dr. Sabine Weizenegger deutlich, dass 2010 trotz der schwierigen finanziellen Situation in vielen Kommunen Projektideen entwickelt wurden und einige Projekte, darunter der Wasseramselsteig in Rettenberg, die Berg-Erlebnis-Tour im Naturpark Nagelfluhkette, die Kulturführerausbildung oder die Wilden Kräutertouren im Seelina Kräuterland bewilligt und gestartet werden konnten.

Inzwischen sind insgesamt 25 Projekte, darunter 16 gebietsübergreifende Kooperationsprojekte, bewilligt worden. Dies entspricht rund 1,9 Millionen Euro Fördermitteln bei einem Gesamtvolumen von 4,4 Millionen Euro Projektkosten. Ein Großteil der im REK beschriebenen Projekte sind umgesetzt oder in Arbeit. Da aber noch ausreichend Fördermittel vorhanden sind, ist es deshalb jetzt an der Zeit, neue Projekte zu entwickeln und bei der LAG zu melden. Weiterhin einigte sich die Mitgliederversammlung darauf den Sitz der Geschäftsstelle in Altusried zu belassen und nicht in das neue AlpSeeHaus in Bühl umzuziehen. Ethelbert Babl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten machte deutlich, dass die vier Allgäuer LAG und damit auch die Regionalentwicklung Oberallgäu im Bayernweiten Vergleich in der oberen Liga spielen. Insbesondere bei Kooperationsprojekten sei das Allgäu Spitzenreiter. Potential sieht aber auch er noch bei Oberallgäuer Projekten und erklärt, dass ausreichend Fördermittel vorhanden sind, um qualitativ hochwertige Projekte in den Kommunen um zu setzen. Er ruft insbesondere die Südgemeinden auf, ihre Ideen einzubringen. Demnächst wird eine Erklärung des Ministeriums erwartet, dass die Leader-Mittel neu verteilt werden. Aktive LAG, wie auch die Regionalentwicklung Oberallgäu, werden davon profitieren und auf ein größeres Budget zurückgreifen können. Als informativen und spannenden Abschluss der Versammlung gewährte Bürgermeister Walter Grath (Oberstaufen) einen Einblick in die Entstehungsgeschichte und die aktuellen Aktivitäten des „Naturpark Nagelfluhkette“. Er machte deutlich, dass zwar die Gründung des Naturparks nicht „bottom-up“ entschieden wurde, die Umsetzung und Belebung aber nicht ohne die Bürger, Unternehmen, Handwerksbetriebe und Vereine im Gebiet möglich wäre. Eine intensive Zusammenarbeit aller Gruppen macht den Naturpark erst zu dem was er sein soll. Ein Gebiet in dem das Motto „Schützen durch Nützen“ gelebt werden kann. Die Mitgliederversammlung des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V. hat bei Ihren turnusmäßigen Wahlen einen neuen Vorstand bestimmt. Als 1. Vorsitzender wurde Heribert Kammel (Altusried) in seinem Amt bestätigt. Auch der 3. Vorsitzende Siegfried Zengerle (Immenstadt) wurde einstimmig wieder gewählt. Für das Amt des 2. Vorsitzenden wurde Theo Haslach (Oy-Mittelberg) v einstimmig gewählt. Der ehemalige 2. Vorsitzende Herbert Seger (Durach) trat aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück. Als Mitglied des Entscheidungsgremiums bleibt er der Regionalentwicklung Oberallgäu aber weiterhin erhalten.

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