Frischer Wind bei "Alpsee-Grünten"

An der bewährten Linie festhalten will man bei der Alpsee-Grünten-Tourismus GmbH, auch wenn die Strukturen verbessert werden sollen. Noch enger zusammenarbeiten wollen die fünf Mitgliedskommunen Immenstadt, Burgberg, Sonthofen,Blaichach und Rettenberg. Dazu sollen schon im kommenden Jahr die Mitarbeiter der einzelnen Gästeämter in der Alpsee-Grünten Tourismus GmbH zusammengeführt werden.

Diese neue Aufgabe wird zum Jahresanfang 2010 Blaichachs Bürgermeister Otto Steiger vorantreiben. Steiger übernimmt dann den Vorsitz des Verbandes von seinem Kollegen Hubert Buhl aus Sonthofen. Buhl sieht die Gesellschaft jetzt „an einem Scheideweg“. Die GmbH arbeite als Dienstleistungs- und Marketing-Gesellschaft erfolgreich, so Buhl und Steiger einhellig. Die eingeschlagene Richtung sei wohl „der einzig gangbare Weg“, findet Buhl. Schlagkräftiger werden will die Alpsee-Grünten Tourismus. Dass dazu die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gästeämter in den jeweiligen Kommunen noch mehr an einem Strang ziehen sollen, liege auf der Hand. „Damit wollen wir kein Geld einsparen“, betont der neue Vorsitzende, Otto Steiger. Bislang habe jedes der fünf Gästeämter mehr oder weniger sein eigenes Süppchen gekocht. Nun sollen die Aufgaben gebündelt werden, so Steiger. Nachteile aus dem Schulterschluss sollen den Mitarbeitern allerdings nicht entstehen. Etwa 17 Mitarbeiterinnen und Mitabeiter seien davon betroffen, ergänzt Steiger. „Das dient, uns eine strategische Zielrichtung zu geben.“ Mit der Stärkung der Alpsee-Grünten Tourismus GmbH sei der Einfluss der Kommunen nicht zwangsläufig geringer. Über die Gesellschafterversammlung seien die Kommunen mit jeweils zwei Mitgliedern vertreten. Andererseits eröffneten sich durch die Kooperation Möglichkeiten, die den einzelnen Gemeinden bislang kaum offen standen: Mit der neuen Organisation können für gemeinsame Projekte Fördergelder in das Gebiet geholt werden, nach denen die Kommunen bislang nicht greifen können, weil sie die Investitionssumme von 100000 Euro nicht erreichten. Das neue „gemeinsame Dach“, das die Alpsee-Grünten Tourismus für Immenstadt, Sonthofen, Burgberg, Rettenberg und Blaichach bilden wird, lässt da und dort auch die Befürchtung aufkeimen, dass einzelne Orte nicht mehr so gut vertreten sein könnten, gibt Sonthofens Gästeamtleiter Klaus Huber zu bedenken. Allerdings eröffneten sich auch neue Chancen, etwa die, unter der Flagge Alpsee-Grünten eigene Vorteile besser zu präsentieren und vom Gesamtkonzept zu profitieren. Huber meint, das sei ein Entwicklungsprozess für die Menschen.

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