Es geht nur gemeinsam

Oberst Wolfgang Klos (links) und Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl sehen die Stadt und Garnison auf einem guten Weg. Foto: Josef Gutsmiedl

Im Alleingang werden die Herausforderungen der kommenden Jahre nicht zu lösen sein. Zu dieser Einschätzung kam Sonthofens Erster Bürgermeister, Hubert Buhl, beim traditionellen gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt und der Bundeswehr am Standort Sonthofen. Die Stadt und die Region hätten in der Vergangenheit wichtige Vorarbeit geleistet und könnten gemeinsam an die Zukunftsfragen heran gehen. Sein persönliches Jahreshoroskop sei jedenfalls hervorragend, meinte Sont-hofens Bürgermeister, Hubert Buhl zum Auftakt des Rückblicks und Ausblicks anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Sonthofen, der traditionell mit dem Empfang der Bundeswehr veranstaltet wird.

Es wäre wünschenswert, wenn sich die Gesellschaft tatsächlich zu einem Mehr an Solidarität und gemeinsamer Verantwortung entwickeln würde, kommentierte Buhl den schlaglichtartigen Ausblick, den der renommierte Zukunftsforscher Prof. Horst Opaschowski anstellte. „Die Deutschen haben einen Hunger auf Zukunft“ zitierte Buhl „Mr. Zukunft“ Opaschowski. Sonthofens Bürgermeister zeigt sich überzeugt, dass viele Zukunftsfragen auf kommunalpolitischer Ebene „nur gemeinsam über die Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus“ gelöst werden können. Buhl: „In der kommunalen Zusammenarbeit wird sich zeigen, ob und wie wir unsere Region weiterentwickeln können. Das Oberallgäu sieht Hubert Buhl gut aufgestellt. Die Infrastruktur sei intakt und habe sich über Jahre hinweg bewährt. Hierzu brauche es nicht nur weitsichtige „politische Häuptlinge“, sondern auch engagierte Bürger, die sich rechtzeitig in politische Prozesse einbrächten. Das aktuelle Beispiel „Stuttgart 21“ zeige, so Buhl, dass es keine „dritte Ebene der Demokratie“ brauche. Gefragt seien vielmehr Transparenz, Klarheit und Wahrheit, gesunder Menschenverstand mit aufgeschlossener Kommunikation. „Das sind die Stärken des politischen Handelns in unserer Region. Daran sollten wir uns auch in Zukunft halten und darauf weiter bauen“, appellierte Buhl. Die Stadt Sonthofen befinde sich mit den verschiedenen Prozessen im Projekt „Zukunft Sonthofen“ auf einem guten Weg. Wichtige Zukunftsinvestitionen seien getätigt oder auf den Weg gebracht: Schulsanierungen, Ausbau der Betreuungsangebote, Wirtschaftsförderung. „Sonthofen investiert in diesen Jahren nahezu 30 Millionen Euro in die Entwicklung der nächsten Generation, um die Leistungsfähigkeit der Stadt weiterhin zu erhalten“, beschreibt Buhl den „Kraftakt für die Stadt“. Kommune könne nur gut funktionieren, wenn Wert auf das Miteinander gelegt werde. „Und es ist in hohem Maße das unternehmerische und bürgerschaftliche Engagement, das diesen Zusammenhalt fördert.“ Zwei Themenschwerpunkte für die Bundeswehr macht der Standortälteste und Kommandeur der ABC- und Selbstschutzschule, Oberst Wolfgang Klos, aus: den Einsatz in Afghanistan und die aktuellen Veränderungen der Bundeswehr. Die Truppenteile und Soldaten am Standort Sonthofen seien täglich mit dem Thema Einsatz konfrontiert, so Klos. Angesichts der neun zu beklagenden gefallenen Soldaten sei das Jahr 2010 „ein schmerzliches Jahr für die Streitkräfte“ gewesen. Klos: „Den Gefallenen gehört unser Gedenken, den Angehörigen gilt unser Mitgefühl, den Verwundeten die besten Wünsche für eine vollständige Genesung.“ Die Lehren aus den laufenden Einsätzen sieht Klos deutlch: Beherrschung des gesamten Einsatzspektrums bis zur Befähigung jedes einzelnen Soldaten zum Kampf. „Dieser Realität muss sich auch unsere Bevölkerung stellen.“ Man müsse sich klar darüber sein, dass kämpfen auch Verwundung und Tod bedeuten könne, gibt Oberst Klos zu bedenken. Die aktuellen Veränderungen innerhalb der Bundeswehr, sprich: Reduzierung der Streit-kräfte und Neuausrichtung der Strukturen, beträfen auch die Schulen und die ABC-Abwehrtruppe, somit den Standort Sonthofen, deutete Klos weiter an. Noch sei es für eine genaue Beurteilung zu früh. Klos erwartet zwar noch im ersten Quartal des Jahres eine politische Entscheidung über die Gesamtstärke, ein neues Stationierungskonzept werde es aber vor Mitte des Jahres nicht geben. „Wir machen uns stark für den Standort Sont-hofen. Helfen und unterstützen Sie uns aktiv dabei, wo immer es Ihnen möglich ist“, fordert der Schulkommandeur zum Schulterschluss auf.

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