Grenzenlose Brauchtumstage

Zum dritten Mal präsentieren sich die Regionen Kleinwalsertal, Oberallgäu und Tirol mit ihren gemeinsamen Wurzeln in lebendiger Tradition und gelebtem Brauchtum. Ergänzend dazu lädt eine durchgehend farbig gestaltete Broschüre „Brauchtumstage 2009“ zu den Veranstaltungen in den Regionen ein und informiert kurzweilig wie informativ über die Themen Heimat, Geschichte und Tradition. Die Tourismusverbände der Gemeinden Oberstdorf, Kleinwalsertal, Fischen, Bad Hindelang, Lechtal und die Naturparkregion Reutte, möchten mit dem grenzübergreifenden Projekt die Erhaltung alter Bräuche fördern und bestehende Brauchtumsorganisationen unterstützen.

„Eine wahre Schatztruhe für Menschen, die das wirklich ursprüngliche, nicht verkitschte Brauchtum unserer alpenländischen Region suchen“, meint Franz Kammerlander. Er ist Geschäftsführer der Naturparkregion Reutte. In den Gemäuern der Klause „Burgwelt Ehrenberg“ überhalb von Reutte, präsentierten die Verantwortlichen die 50-seitige Brauchtumsbroschüre, die ab sofort in allen teilnehmenden Gästeinformationen ausliegt und unter www.brauchtumstage.com angefordert werden kann. Mit über 140000 Besuchern im Jahr ist die „Burgwelt Ehrenberg“ Teil des Brückenschlags zwischen erlebbarer Geschichte, Brauchtum und gelebter Kultur. „Brauchtumstage wie Broschüre zeigen, was die Regionen für Menschen anziehend macht. Das Brauchtum, wie es auch im Dialekt und in der Tracht zum Ausdruck kommt, wird im Alltag gelebt und entwickelt sich weiter“, so Gabriele Krips Leiterin des Kurhauses Bad Hindelang und Organisatorin der Brauchtumstage. „Die Tracht ist hier keine Kostümierung zur Karnevalszeit. Das blühen der Alpenblumen am Nebelhorn, Alphörner zum Sonnenuntergang sind Eindrücke und Emotionen, die wir mit nach Hause nehmen.“ Bad Hindelangs Kurdirektor Max Hillmeier nannte den Brauchtumsführer: „Ein kultureller Reiseführer von Wert.“ „Erleben, was authentisch ist“, beschreibt die stellvertretende Oberallgäuer Landrätin, Gertrud Knoll, eine Facette der Brauchtumstage und zitiert Landrat Gebhard Kaiser mit einem Satz, den er an dieser Stelle mit Sicherheit gesagt hätte: „Wer nicht weiß wo er herkommt, weiß auch nicht wohin er geht.“

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