Lernen in allen Formen

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Thomas Gehring (von links), Ulrich Leiner, Ulrich-Peter Roidl, Elfriede Roth und Klaus Klarer beim Ortstermin in der Heilpädagogischen Tagesstätte.

Sonthofen – Immer wieder informieren sich Politiker vor Ort über die Arbeit der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) in Sonthofen. Vergangene Woche besuchten die Landtagsabgeordneten Thomas Gehring, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, sein Parteikollege Ulrich Leiner, Sprecher für Gesundheit und Pflege, sowie Kreis- und Stadträtin Elfriede Roth und Petra Deil die Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge in der Moltkestraße.

Besonders beeindruckt hat Gehring das hohe Engagement der Mitarbeitenden, die auf die persönliche Lebensgeschichte jedes Kindes eingehen. Als bildungspolitischer Sprecher seiner Landtagsfraktion fand er auch den breiten Lernbegriff der HPT interessant: „Das ist weit mehr als schulisches Lernen, es umfasst auch andere Formen, in denen sich die Kinder ausdrücken.“

Klaus Klarer, Leiter des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes Kempten-Oberallgäu, HPT-Leiter Ulrich-Peter Roidl und Lydia Piesch, Leiterin der Schulgruppe, führten die Besucher durch die Einrichtung und informierten sie über die intensive Arbeit mit Kindern und deren Familien, die aktuellen Entwicklungen in der Zusammenarbeit mit den Schulen und die schwierige Belegungssituation der Schulgruppe, die seit einiger Zeit nicht mehr voll belegt wird. Eine Ursache dafür sieht Gehring in den unterschiedlichen Zuständigkeiten: Die Schule fällt in die Verantwortung des Kultusministeriums, die HPT unter die Jugendhilfe. Er wirbt dafür, einen Modellversuch aus München, bei dem eine HPT direkt an eine Schule angegliedert ist, auch andernorts umzusetzen: „In diese Richtung müssen wir denken.“

Die Schulgruppe sichert Schulkindern im südlichen Oberallgäu die Möglichkeit, eine adäquate heilpädagogische Förderung zu bekommen und an ihrer Stammschule verbleiben zu können. In einer Vorschul- und einer Schulgruppe fördert die HPT jeweils zehn Kinder, die auf Grund von Entwicklungsverzögerungen in verschiedenen Bereichen intensive Betreuung und Unterstützung benötigen. Die Kosten dafür trägt bei Vorschulkindern der Bezirk Schwaben, bei Schulkindern das Kreisjugendamt.

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