"Grüne" Mobilität – leise und sauber durch Oberstdorf

Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies (links) und Tourismus-Chefin Heidi Thaumiller sind begeistert vom grünen „SAM“ für Oberstdorf. Foto: Bonert

Seit voriger Woche ist Heidi Thaumiller, Leiterin Projekte bei Tourismus Oberstdorf, elektrisch mobil. Professor Dr. Alfred Bauer und Christiaan Niemeijer von der Hochschule Kempten überreichten ihr leihweise ein SAM Elektroauto, mit dem sie nun in und um den Ort ihre Aufgaben erledigen kann.

Ein echter „Hingucker“, der durch sein auffälliges Design sofort für Aufmerksamkeit sorgte. Das Gefährt, das gleich mit einem Oberstdorf-Aufkleber versehen wurde, hat bei vollen Akkus eine Reichweite von etwa 80 Kilometern und braucht 3 Stunden zur Aufladung. Zwei Personen haben hintereinander Platz. Bei einer kurzen Einweisung konnte Thaumiller die Kurventauglichkeit des Fahrzeuges testen und sich an das neue „grüne“ Fahrgefühl gewöhnen. Nach der Probefahrt rollte sie fast geräuschlos und vor allem ohne Abgasbelästigung in das Foyer des Oberstdorf-Hauses, wo das Gefährt sofort von neugierigen Urlaubern umlagert wurde. „Ich freue mich sehr über diese Leihgabe und bin schon gespannt, wie es sich im Alltag bewährt. Mit der regelmäßigen Nutzung dieses Autos möchten wir natürlich auch Einheimische und Gäste noch stärker auf die Nutzungsmöglichkeit der Elektro-Autos hier in Oberstdorf hinweisen“, betonte die OTG-Geschäftsführerin. Auch Bürgermeister Laurent Mies versprach ab und zu eine Runde durch den Ort zu drehen. Bereits seit letztem Jahr haben Gäste und Einheimische im „obersten Dorf“ die Gelegenheit umweltfreundliche Elektroautos zu nutzen. Ausgeliehen werden können sie im Parkhotel Frank, im Hotel Mohren, im Hotel Oberstdorf und bei Schüle’s Gesundheitsresort und Spa. Prof. Bauer erklärte, dass E-Tour Allgäu (als eine von 7 Modelregionen) mit über 40 Elektro-Autos in der Region präsent ist. In Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und dem Allgäuer Überlandwerk geht es um Technologieforschung und darum, Erfahrungen zur Markteinführung zu sammeln. Bauer hofft, dass das Förderprojekt fortgesetzt werden kann. Ökologisch richtig interessant werde es, wenn der benötigte Strom noch stärker aus regenerativen Quellen komme. Er rät darum, die Elektromobilität in ein regionales Energiekonzept einzubinden. Sebastian Reisigl vom Hotel Oberstdorf berichtete von seinen Erfahrungen mit den Fahrzeugen. Die anfängliche Skepsis der Gäste weiche nach der ersten Fahrt schnell der Begeisterung für die neue Art der Fortbewegung. Derzeit würden in seinem Betrieb die E-Autos hauptsächlich für kleinere Spritztouren genutzt.

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