Grundsteinlegung beim Spital Immenstadt

Grundsteinlegung mit SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser (vorne links) und Stiftungsratsvorsitzender Gerd Bischoff legten dem Grundstein ein versiegeltes, mit Dokumenten gefülltes Kupferrohr bei. Foto: Elke-Sabine Barth

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ELKE-SABINE BARTH, Immenstadt – Seit Monaten sind die Arbeiten in der Kemptener Straße in Immenstadt auf dem Areal des einstigen Spitals in vollem Gange. Im Januar wurde mit den Abrissarbeiten des zentral gelegenen Altenwohn- und Pflegeheimes begonnen. Die Bewohner haben temporär eine neue Bleibe in dem dafür sanierten Haus der Katholischen Jugendfürsorge in Bühl bekommen. Im Herbst 2013 soll mit einem Fest das neue Senioren- und Pflegeheim eingeweiht werden. Ein ehrgeiziges Ziel, zu dem nun offiziell der Grundstein gelegt wurde. Mit Blick auf das dem Abbruch preisgegebene 300-jährige Gemäuer füllten die Verantwortungsträger den Grundstein zum Neubau mit Utensilien, von denen sie hoffen, dass sie in weiteren 300 Jahren die Geschichte dokumentieren: ein versiegeltes Kupferrohr – gefüllt mit einer Tageszeitung, einigen Euro-Stücken, den Plänen der Architekten und der Spitalgeschichte. Der Grundstein soll im Eingangsbereich sichtbar sein. Ende März begannen die Rohbauarbeiten. Die Grundstruktur des Neubaus ist bereits sichtbar. Im nicht abgerissenen, sanierten Ostflügel sollen 21 Personen, im Neubau weitere 77 Personen ein neues Zuhause finden. „Mit den Gesamtinvestitionskosten von 9,5 Millionen Euro wurde eine sinnvolle bauliche Lösung mit Blick auf die finanzielle Machbarkeit gesucht und umgesetzt“, betonte SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser. Für die Realisierung wurden fast ausschließlich Oberallgäuer Firmen beauftragt. Uli Gräf, Geschäftsführer der gemeinnützigen Allgäu-Pflege GmbH, beleuchtete die Ausgangssituation und das neue Konzept: „Die Anforderungen an die Bedürfnisse einer modernen Pflegeeinrichtung, wie sie bereits im Spital in Sonthofen praktiziert werden, waren nicht gegeben. Die ursprünglichen 103 Plätze reduzierten sich wegen baulicher Mängel bereits auf 80 Plätze.“ Das neue Konzept sehe ein integratives Wohngruppenmodell vor. Im Neubau sollen fünf Wohngruppen mit 67 Einzelzimmern und fünf Doppelzimmern sowie Funktionsräume entstehen, im Ostflügel sechs Wohngruppen für insgesamt 21 Personen. „Durch die großzügige Spende der Kaiser-Sigwart-Stiftung und der Ilona Reining-Stiftung ist es möglich, dass eine Kapelle mitgebaut wird und noch viele nützliche, aber ansonsten nicht finanzierbare Einrichtungsgegenstände angeschafft werden“, betonte Altbürgermeister Gerd Bischoff. Der Landkreis Oberallgäu fördert das Projekt mit 981.500 Euro, die Stadt Immenstadt mit einer Million Euro. Landrat Gebhard Kaiser betonte: „Es ist wichtig, dass pflegebedürftige Menschen nicht am Stadtrand, sondern mitten in der Stadt leben. Bereits vor 16 Jahren hat der Landkreis das Thema ‘ausreichend Pflegeplätze und betreute Wohnanlagen in jeder Gemeinde im Oberallgäu’ auf die Agenda gesetzt und entsprechende Fördermittel bereitgestellt. Dieses Ziel haben wir im Jahr 2014 erreicht!“ Bürgermeister Armin Schaupp pflichtete bei: „Hier können die Senioren den Puls der Innenstadt fühlen.“

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