Gute Stimmung auf der Messe

Der Schirmherr der AllgäuSchau 2012, Thomas Kreuzer (von links), zeigte sich begeistert von der Automaten-Milch, als er beim Messerundgang mit Veranstalter Eberhard Fetzer und dem Landtagsabgeordneten Adi Sprinkart (von rechts) an der „Milchtankstelle“ von Johannes Kögel Station machte. Foto: Josef Gutsmiedl

Auf „Innovationen und Inspirationen“ setzte die 10. Auflage der AllgäuSchau. Vier Tage lang standen aktuelle Themen und Neuheiten im Mittelpunkt, als rund 170 Aussteller aus wichtigen Branchen Produkte und Dienstleistungen vorstellten. Nicht zuletzt Elektromobilität sowie Informationen zu Gesundheit und Wellness zogen die Allgäuer an.

Das erklärte Ziel der AllgäuSchau ist es, möglichst vielen Menschen Information und Inspiration zu bieten, sagte Messe-Veranstalter Eberhard Fetzer bei der Eöffnung der 10. AllgäuSchau. Daher sei die Angebots- und Themenpalette bewusst breit gefächert. Ein attraktives Rahmenprogramm rundete die Ausstellung auch heuer wieder ab. Mit und durch den Mittelstand lebten Messen wie die AllgäuSchau, lobte Schirmherr Thomas Kreuzer, der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, die Initiative Fetzers und das Erfolgsmodell AllgäuSchau. Die regonale Messe verstehe sich gleichermaßen als Leistungssschau, zeige aber auch das Traditionsbewusstsein einer Region. „Der Mittelstand ist Mutter und Vater des Erfolges“, so Kreuzer. Dass die deutsche Wirtschaft so glimpflich durch die Krise gekommen sei, schreibt Kreuzer dem Verdienst der kleinen und mittleren Betriebe zu. „Weiter so!“ Noch eine Erkenntnis aus der aktuellen Finanzkrise hatte Thomas Kreuzer: „Nur die finanziell Soliden sind in Zukunft die Starken. Alles andere geht nicht gut.“ „Wer Fortschritt und Zukunft erleben will, muss nach Bayern kommen, muss ins Allgäu kommen“, warb Kreuzer. Hier erlebe man „Produktion statt Spekulation“, etwa auf dem Gebiet der Elektromobilität, wo das Allgäu führend sei. Allerdings gebe es auch in Bayern noch Baustellen. Um den ländlichen Raum weiter zu stärken, sei der Ausbau schneller Internetverbindungen ganz entscheidend. Bei der Energiewende müsse die regionale Wirtschaft einbezogen werden. Auch der Oberallgäuer Landrat griff das Thema Energiewende auf und verwies auf die vielen Pelletheizungen in der Region und zunehmende Bedeutung von Holz als nachwachsender Brenn- und Rohstoff. In einer „intensiven Phase“ befinde man sich bei der Planung von Windkraftanlagen. Kaiser sieht allerdings die Grenze südlich der Linie Immenstadt – Wertach und setzt auf ein „ausgewogenes Konzept“, das die Belange der Bürger und die Natur wahre. Immenstadts Bürgermeister, Armin Schaupp, warnte in seiem Grußwort zur Eröffnung der AllgäuSchau davor, den Kommunen weitere Aufgaben zu übertragen, aber deren Finanzierung offen lasse. „Die Kommunen sind das Fundament der Gesellschaft.“ Der soziale Frieden sei bedroht, wenn Leistungen stetig zurückgefahren würden, gab Schaupp zu bedenken. „Die Kommunen sind die Letzten in der Reihe... und den beißen bekanntlich die Hunde.“ Auf humorvolle Weise würdigte der Mundartautor Max Adolf die Bedeutung der AllgäuSchau: „Es ist die größte Publikumsmesse zwischen Sonthofen und Immenstadt – und die größte Messe bei freiem Eintritt in ganz Schwaben!“

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