Mit gutem Beispiel in die Zukunft

Waldbegang bei Immenstadt-Stein: Förster Stefan Honold (links) erläutert den Jagdgenossen, wie schnell sich eine Waldfläche „umbaut“, wenn der Druck durch den Wildverbiss wegfällt. Foto: privat

Während derzeit die „Inventur“ im Wald für das sogenannte Verjüngungsgutachten läuft, finden auch Waldbegänge in vielen einzelnen Jagdrevieren statt. Beides soll aufzeigen, wo es „klappt mit der Jagd“, wo sich der Wald zu einem Mischwald entwicklen kann. Zwei Waldbegänge im Raum Immenstadt zeigten: Die Naturverjüngung ist kaum zu stoppen - wenn sie sich entwickeln kann.

Nach einem Waldbegang bei Akams in einem verpachteten Revier begleitete Förster Stefan Honold die Mitglieder der Gemeinschaftsjagd Stein auf dem jährlichen Rundgang. Nach nunmehr fünf Jahren der jagdlichen Eigenbewirtschaftung wurde dabei übereinstimmend festgestellt, dass die Naturverjüngung im Mischwald ohne weitere Schutzmaßnahmen flächendeckend nahezu ohne Verbiss durch Wild möglich ist. Besonders Weißtannen, Buchen, Ahorn und Eschen erfreuten die Waldbesitzer. Aber auch einzelne Lärchen, Eichen und sogar die Eibe wurden ohne Verbissschäden ausgemacht. Förster Stefan Honold konnte nach der Aufnahme des Vegetationsgutachtens und seiner Teilnahme am Waldbegang für die Jagd in Stein eine besonders günstige Prognose ausstellen. Den durch Stürme, Unwetter, Klimaerwärmung, Trockenheiten und Käferbefall nötigen Waldumbau in einen stabilen Bergmischwald könne die Jagdgenossenschaft durch ein ausgewogenes Wald-Wildver- hältnis nachhaltig unterstützen. „Dieser Begang in den Nord- und Südteilen des Reviers zeigte durch viele positive Beispiele, dass die Jagdgenossenschaft Stein auf dem besten Wege dazu ist“, zog Jagdvorsteher Gustl Rehle bei der Abschlussbesprechung eine positive Bilanz.

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