Guter Jahrgang im Käsekeller

Bayerns Milchkönigin, Beate Deisenhofer (Mitte), und die Spitze des Alpwirtschaftlichen Vereins mit Vize-Vorstand Max Kögel (links) und Geschäftsführer Dr. Michael Honisch (rechts), präsentierten die Sieger, Max Bietsch (2.v.l.) und Anton Haser (2.v.r.). Foto: Josef Gutsmiedl

Ein „guter Jahrgang“ wurde jetzt beim Bergkäseausstich des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu (AVA) prämiert. Acht Bergkäse und sechs Alpkäse aus dem Oberallgäu erhielten das Prädikat „Goldmedaille“.

Schon die - freiwillige - Teilnahme an der alljährlichen Qualitätsprüfung sieht AVA-Geschäftsführer, Dr. Michael Hohnisch, als eine Wertschätzung des Produktes an. Immerhin habe der Wettbewerb maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Qualität stetig verbessert habe, so Honisch weiter. In den 1950er Jahren sei noch viel Bergkäse einfach im Schmelzkäse-Topf gelandet. Ob Gold-, Silber- oder Bronzemedaille - „jeder Preis ist seinen Preis wert“, betonte der Geschäftsführer und erinnerte an den Olympischen Gedanken „Dabeisein ist alles“. Der Wettbewerb sei auch ein Podium des Lernens und des Austausches. Insgesamt stellten die Sennerinnen und Senner 28 Bergkäse und 21 Alpkäse ihrer Produktion des Alpsommers 2010 vor. Die fachkundige Jury nahm jeden Laib unter die Lupe und vergab Punkte für äußeres und inneres Aussehen, Beschaffenheit, Geruch und Geschmack. Beim Bergkäse wurden acht Goldmedaillen vergeben, zwölfmal Silber und achtmal Bronze. Sechs Alpkäse schafften den Sprung in die Goldmedaillen-Ränge, achtmal gab es hier Silber und siebenmal Bronze. Die Sennen der beiden Spitzenreiterkäse, Max Bietsch (Alpe Gschwend) für Bergkäse, und Anton Haser (Obere Hündlealpe) für Alpkäse, erhielten aus der Hand von Milchkönigin, Beate Deisenhofer, prächtige Glocken als Siegerpreise.

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