Guter Platz für gute Arbeit

Guter Platz für gute Jugendarbeit. Jubi-Leiterin Heidi Harder (von links) freut sich wie DAV-Hauptgeschäftsführer Thomas Urban, Kurdirektor Max Hillmeier, Bad Hindelangs ehemaliger Bürgermeister Roman Haug und (vorne) Bürgermeister Adalbert Martin über die „Runderneuerung“ der Jugendbildungsstätte. Foto: Josef Gutsmiedl

Nach Umbau- und Sanierungsarbeiten, die sich in drei Phasen über mehrere Jahre erstreckten, steht die Jugendbildungsstätte des deutschen Alpenvereins DAV in Bad Hindelang wieder „gut da“. Modern, ökologisch und vielseitig will die Mannschaft des „Jubi“ den Erfolgskurs fortsetzen. Immerhin ist das Haus fast ganzjährig ausgebucht, das Kursangebot trifft die Wünsche der Alpenvereinsjugend. „Ein Vorzeigeobjekt des DAV“, so das Fazit der Vereinsspitze nach der Sanierung. Weder Hütte noch Hotel, lautet das Motto der Jubi.

Als „Leuchtturm mit regionaler Ausstrahlung“ sieht Bad Hindelangs Bürgermeister, Adalbert Martin, die Jugendbildungsstätte des DAV. Die Wahl des Standortes sei 1993 richtig gewesen, als der Alpenverein eine neue Bleibe für die „Jubi“ suchte und sich schließlich für Hindelang entschieden habe. Der Ort biete „großartige Voraussetzungen“ für die Jugendarbeit, so Martin weiter. Die Sanierungsarbeiten der vergangenen drei jahre hatten drei Schwerpunkte. So wurde die alte Heizung modernisiert und von Ölfeuerung auf ein Hybridsystem umgestellt mit Pellet-/Hackschnitzelheizung und Sonnenkollektoren, ergänzt durch umfangreiche Dämmungsmaßnamen und neue Fenster. Auf aktuellen Stand wurde der Brandschutz in dem Gebäude aus den 1920er Jahren gebracht. Und schließlich wurde der Innenausbau modernisiert und den Bedürfnissen und Wünschen der Gäste angepasst: Statt Matratzenlager für Selbstversorger gibt es nun Mehrbettzimmer, zeitgemäße Sanitäranlagen sowie neue Freizeitangebote. Unterm Strich: 100 Betten, 34 Zimmer - für 19000 Übernachtungen pro Jahr von 5255 Gästen. Insgesamt wurden seit dem Jahr 2009 rund 1,85 Millionen Euro investiert, sagte Thomas Urban, Hauptgeschäftsführer des DAV, beim Rundgang durch die Jubi. Die Masse der Investition trägt der DAV, vom Bayerischen Jugendring kamen 480000 Euro. „Jetzt sind wir gut aufgestellt für die nächsten Jahre“, so Urban weiter, wobei er weitere Wünsche „mit nehme“. Die Ausstattung stimmt offenbar - genauso wie die 12-köpfige „Mannschaft“ um Heidi Harder, seit einem Jahr Leiterin der Jubi Bad Hindelang. Neben Bildungs- und Ferienangebote für Kinder und Jugendliche, gibt es in der Jubi auch Kurse zur Aus- und Fortbildung von DAV-Jugendleitern oder berufliche Weiterbildungen für Mitarbeiter in der Jugendarbeit. „Unser Haus ist fast das ganze Jahr über ausgebucht“, bestätigt Heidi Harder. Die Nachfrage nehme weiter zu.

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