Heißes Rennen am Alpsee

Klasseleistungen bei einem Spitzenfeld und Fast-Rekordteilnehmerzahl, das ist das Fazit, das die TVI-Triahtleten als Ausrichter des 11. Alpseelaufes ziehen können. Mit knapp 30 Grad waren die Temperaturen für viele der 480 Sporter zwar schon ziemlich anstrengend, den sportlichen Leistungen tat das aber keinen Abbruch. Fast die ganze Laufelite der Region Schwaben und im angrenzenden Württemberg war angetreten. Mit Stefan Stahl (SC Oberstaufen) und Tobias Brack (BLT Haglöfs/Laufsport Saukel) teilten sich dann zwei Berglaufspezialisten den Sieg. Bei den Frauen ließ sich die amtierende deutsche Berglaufmeisterin Marie-Luise Heilig-Duventäster von der LG Welfen den Sieg nicht nehmen. Gleich nach dem Startschuss machte eine achtköpfige Gruppe mächtig Druck, darunter mit Andreas Sterzinger und Martin Sambale vom TV Immenstadt, Thomas Langer vom TSV Mindelheim frühere Mehrfach-Sieger dieses Rennens.

Das Stefan Stahl zu den heißesten Favoriten auf den Sieg zählte, war abzusehen. Der 31-Jährige konnte heuer bei den Deutschen Duathlonmeisterschaften unter starker Konkurrenz als Laufspezialist den dritten Rang belegen und hat auch sonst auf allen Strecken von 3000 m bis zum Halbmarathon viele Siege zu verzeichnen. Er gilt als einer der stärksten Läufer in der Region. Mit Tobias Brack spannte sich jedoch dann ein routinierter Läufer vor ihn, der es dem für den SC Oberstaufen startenden Stahl schwer machte. So ließ er sich auf auf dem sehr steilen Abschnitt bis zum höchsten Punkt in Gschwend nicht überholen. „Ich habe ihm gesagt, wenn ich schon 13 Kilometer vor dir herlaufe, dann kannst du auch mit mir gemeinsam ins Ziel rennen", so Brack. Die beiden waren sich bald einig und teilten sich den Sieg in 55:48 Minuten über die knapp 16 anspruchsvollen Kilometer. Brack bereitet sich derzeit auf den Transalpin Run vor, der in wenigen Wochen über die Bühne geht. Eine Klasseleistung konnte auch der zweimalige Sieger und mehrfach Zweite Thomas Langer hinlegen. Der amtierende Deutsche Polizeimeister über die Marathonstrecke ließ alle zum Teil jüngeren Konkurrenten hinter sich und wurde in 56:28 Minuten Dritter vor dem ehemaligen Nationalkaderläufer im Berglauf, Walter Ernst und Andrew McLeoud von der TG Viktoria Augsburg. Die Frauenspitze war vor dem Rennen schlecht auszumachen. Die 47-jährige Marie Heilig-Duventäster hatte sich nachgemeldet. Sie gilt als ausgesprochenen Berglaufspezialistin und hat heuer die gesamte Nationalmannschaft der Frauen bei den Deutschen Meisterschaften hinter sich gelassen. Aber auch auf flachen Strecken kann die Friedrichshafenerin gut laufen, war die frühere Fußballerin doch auch schon Seniorenweltmeisterin über 10 km Straßenlauf. "Ich war sehr überrascht über die wunderschöne Strecke, der Abschnitt am Berg hat mir besonders gefallen, die steile Bergabpassage nicht so sehr", sagte sie. In 1:04 Stunden lief sie eine der besten Zeiten der vergangenen Jahre. Am Streckenrekord Neuseeländerin Fiona Docherty von 1:01 Stunden, im Jahr 2001 aufgestellt, werden sich wohl noch weitere Spitzenläuferinnen die Zähne ausbeißen. Mit der zweiten, Roswitha Weber von der TG Leutkirch, war ebenfalls eine starke Seniorenläuferin auf dem Treppchen. Ann-Carol Eberle aus Wildpoldsried als 4. und die Langkader-Triathletin Susanne Zettl vom SSV Forchheim liefen ebenfalls noch auf die Preisgeldränge. Ergebnisse und Bilder im Internet unter www.alpseelauf.de.

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