"Herrgottsbeton" fürs neue AlpSeeHaus

Die Akteure des Naturparks hatten "ihre Steine" mitgebracht, die gemeinsam in den "Herrgottsbeton" für den Grundstein des AlpSeeHauses betoniert wurden. Fotos: Josef GHutsmiedl

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JOSEF GUTSMIEDL, Immenstadt-Bühl - Bayerns Umweltminister, Dr. Markus Söder, überbrachte anlässlich der Grundsteinlegung für das „AlpSeeHaus“ in Immenstadt-Bühl den Förderbescheid. Inhalt: 1,1 Millionen Euro Fördermittel. Nur zwei Jahre nach der Einrichtung des grenzübergreifenden Naturparks Nagelfluhkette sind die Bauarbeiten für das zukünftige Eingangsportal zu dem einzigartigen Naturpark angelaufen. Umweltminister Söder sieht in dem Projekt einen „wichtigen Baustein im Tourismuskonzept Bayerns“. Die Zukunft gehöre dem sanften, ökologisch orientierten Tourismus in Bayern. Die vielen Attraktion und Aktionen in und im das neue AlpSeeHaus könn-ten dazu beitragen, den Tourismus und Naturschutz voran zu bringen, so Söder. Immenstadt-Bühl - Kräftig gebaut wird am „AlpSeeHaus“ in Bühl am Großen Alpsee bei immebnstadt. Bayerns Umweltminister, Dr. Markus Söder, übergab anlässlich der offiziellen Grundsteinlegung den Förderbescheid für das zukünftige Eingangstor zum grenzübergreifenden neuen Naturpark Nagelfluhkette. Der Bund und der Freistaat Bayern fördern das Projekt mit rund 1,1 Millionen Euro; die Gesamtbaukosten betragen rund drei Millionen Euro. Natur und Umwelt als Gewinner der Wirtschaftskrise? Immenstadts Bürgermeister, Armin Schaupp, deutete bei der Vorstellung des Projektes „AlpSeeHaus“ an, dass letztlich das Konjunkturpaket II das Vorhaben kräftig beschleunigt habe. Immerhin sei neben vielen politischen Hürden auch das knappe Budget der Kommune zunächst gegen das Unternehmen gestanden. Um so mehr begrüße er die Förderzusage, die rund ein Drittel der Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro decke. Schaupp verspricht sich vom AlpSeeHaus in Bühl nicht zuletzt eine weitere Ergänzung des Schlechtwetter-Programmes im südlichen Landkreis. „Das AlpSeeHaus wird die Stadt und die Region stärken“, ist sich der Bürgermeister sicher und verweist auf die Einzigartigkeit des Projektes. „Es kann nicht kopiert werden.“ Nicht „nachgemacht“ werden kann auch der „Herrgottsbeton“, wie das Nagelfluhgestein landläufig bezeichet wird. Symbolisch wurden Steine, die die Akteure des Naturpark Nagelfluhkette mitgebracht hatten, in den Grundstein „eingebacken“ und so Nagelfluh hergestellt. Das AlpSeeHaus soll als „Drehscheibe für Besucher“ der Ausgangspunkt für die Naturerlebnisausstellung sein, aber auch Platz bieten für Organisationen der Umweltbildung und -kommunikation. Es verstehe sich als Naturerlebniszentrum im südlichen Allgäu. Geplant sind zahlreiche In- und Outdoor-Angebote unter der Regie des Netzwerkes Naturerlebnis Allgäuer Alpen e.V. Einen besseren Standort als Bühl kann sich Oberstaufens Bürgermeister Walter Grath, nicht vorstellen: „Wir brauchen das Naturpark-Haus als einladenden Eingang zum Naturpark Nagelfluhkette.“ Hoffnungen, dass das AlpSeeHaus „in die Naturschutzgeschichte unseres Landes eingeht“ hegt der Stallvertretende Oberallgäuer Landrat, Heinz Möschel. Und der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern, Hubert Weiger, hofft, dass das Haus zur dauerhaften Bleibe für die Umwelt- und Ökostation Schwaben wird. Für Bayerns Umweltminister, Dr. Markus Söder, sind der Naturpark Nagelfluhkette und das zukünftige AlpSeeHaus in Bühl „wichtige Bausteine im Tourismuskonzept“ des Freistaats. Söder unterstrich, dass er die gute Chancen für sanften, ökologischen Tourismus in Bayern sehe - ergänzt durch heimische Produkte der bäuerlichen Landwirtschaft.

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