Ralph Eichbauer: klare Worte im Kompromiss

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Nicht zurück schauen, sondern nach vorne gehen, will Immenstadts CSU mit ihrem Vorsitzenden Christoph Blees (links), und dem Bürgermeisterkandidaten Ralph Eichbauer.

Immenstadt - Mit der pfiffigen Kampagne „Wer ist Ralph?“ eröffneten die Immenstädter CSU und die Junge Alternative JA den Wahlkampf für die Bürgermeister- und Kommunalwahl im kommenden März.

Jetzt wurde das „Geheimnis“ um den Schattenriss, der auf Plakaten und in Inseraten zu sehen war, gelüftet: Ralph Eichbauer soll die zerstrittenen Lager im Stadtrat zusammenführen und neuen Schwung in die Kommunalpolitik im Städtle bringen. Denn, so die CSU: Immenstadt kann mehr.

„So jung - isch der scho aus der Schuel...?“ fragte ein älterer Herr als ihm ein Plakat mit dem Portrait des CSU-Bürgermeisterkandidaten Ralph Eichbauer präsentiert wurde. Tatsächlich ist Ralph Eichbauer erst 36 Jahre alt. Er lebt in Buchenberg, ist verheiratet und Vater zweier Kinder im Alter von sechs und drei Jahren. Denen liest er abends auch mal eine Gutenachtgeschichte vor, erfuhren die Besucher der Kandidaten-Präsentation. 

Als Jurist im Landratsamt Oberallgäu leitet Eichbauer seit einigen Jahren - mit Erfolg – die Abteilung Soziales und Sicherheit. Als Mann der Verwaltung sei er aber nicht in die Schublade „Aktenfresser“ einzuordnen, so Eichbauer. Er habe sich in seiner Laufbahn nie mit bloßem Aktenstudium zufrieden gegeben. „Ich habe immer den Menschen dabei im Auge gehabt und das persönliche Gespräch gesucht“, verweist Eichbauer auf Erfahrung im sensiblen Bereich seiner Aufgabe bei der Kreisverwaltung. Eine Aufgabe mit großer Verantwortung – in zweiter Reihe. 

Sein Interesse an kommunalen Themen sei seit langem da, betont Eichbauer. Jetzt wolle er gerne auch Verantwortung in erster Reihe tragen. Den Spaß an der Kommunalpolitik werde er mit ins Bürgermeisteramt bringen und die Menschen in seine Arbeit einbeziehen. Er verstehe die Rolle als eine Art Dolmetscher. „Ich spüre, dass die Leute offen auf mich zu gehen.“ 

Genau das sei auch der Knackpunkt, um die verfahrene Situation im Stadtrat aufzulösen. Alles sei eine Frage, wie man den Menschen begegne. Er habe das in seiner Berufstätigkeit oft genug erlebt. „Kommunalpolitik darf keine Parteipolitik sein, sondern muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren“, sagt Eichbauer. Er setze auf klare Worte („da wird auch mal gestritten“) und Kompromissbereitschaft. „Ich glaube, dass ich die verfeindeten Lager zusammenführen kann“, spricht der Kandidat von CSU und Junge Alternative (JA) die heikle Situation an, die den Stadtrat seit Jahren prägt. 

Gelitten habe auch die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und dem Landkreis. Das will Eichbauer korrigieren. Und die Finanzlage der Stadt? Den Schuldenberg könne man nicht akzeptieren; er nehme der Kommune jeglichen Gestaltungsspielraum. „Sparen muss Stadtgespräch werden“, appelliert Eichbauer. Absolute Transparenz, Investieren und Erhalten, und vielleicht sich vom einen oder anderen trennen, könne ein Weg sein, aus der Finanzklemme zu kommen. Auch hier müsse man die Bürger mitnehmen und einbeziehen, stellt der Bürgermeisterkandidat fest. 

Ob er denn tatsächlich nach einer erfolgreichen Wahl nach Immenstadt umziehen würde, beschäftigt einen weiteren Immenstädter im Hofgarten-Saal. „Auf jeden Fall“, versichert Eichbauer den rund 600 Interessierten bei der Kandidaten-Präsentation der CSU. Und seine Frau Silke komme mit.

Josef Gutsmiedl

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