Pierrots springen mit

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Sitzt die Krause, passt die Ärmellänge? Anprobe für das Pierrot-Kostüm…. Unser Foto zeigt (von links) Julia Streber, Nina Kutzer; Rebecca Adler, Sonja Wetzstein, Tobias Herb, Anja Streber und Nicole Wünsch.

Kempten/Sonthofen – Weiße Kleidung, weiße Handschuhe, eine Tütü-Halskrause und ein weiß geschminktes Gesicht sind sein Markenzeichen – Pierrot. Gleich 100 dieser Pierrots werden im Fasching am 14. Februar mit beim Kemptener Faschingsumzug dabei sein, in Sonthofen am 17. Februar ist die Gruppe nicht ganz so groß.

Mit einem lauten und fröhlichen „Pierrot oho! Pierrot oho!“ wird sich die Gruppe der Allgäuer Werkstätten GmbH auf Einladung der Rottach-Gilde das erste Mal an dem „närrischen Treiben“ im Allgäu beteiligen. Aufmerksamkeit verdient die Aktion schon deshalb, weil hier Menschen mit und ohne Behinderung ein gemeinsames Freizeit-Projekt der Allgäuer Werkstätten und der Lebenshilfe Kempten aktiv umsetzen.

Der fröhliche Faschingsruf „Pierrot oho“ wird bei den Anproben der Kostüme schon mal lauthals geprobt.

In der eigenen Näh- und Bastelstube „pressiert“ es: 100 Ponchos, Hosen und Halskrausen müssen bis zu den Faschingsumzügen fertig werden, dazu kommen die 300 Pompoms. 100 Pierrots mit und ohne Behinderung wollen bei diesem neuen Inklusions-Projekt nämlich dabei sein! Zwei feste Anprobentermine gibt es in den nächsten Wochen – mit je 50 Personen. Darüber hinaus gibt es noch viel zu organisieren: Hüte, Handschuhe, Ratschen, hier noch ein paar Bonbons für die Zuschauer, da noch ein paar Bierdeckel, die auf das große 40jährige Jubiläum im Sommer hinweisen – und weiße Regenschirme, falls es regnen sollte…

Ganz viele Hosen und Ponchos sind von Sonja Wetzstein, Gruppenleiterin der Montagegruppe, und ihren Helferinnen Simone Stuber, Julia Streber, Sveta Ermakov, Eva-Maria Polo und Josefa Müller inzwischen schon fertiggestellt worden. „Eine respektable Leistung“, wie Karl-Heinz Häfele findet. Der Leiter der Werkstatt Zeppelinstraße hat selbst einen Faible für die „fünfte“ Jahreszeit und traf mit seiner Idee für eine AW-eigene Faschingsgruppe ins Schwarze! Hier machen die Allgäuer Werkstätten nun „gemeinsame Sache“ mit dem Bereich Wohnen der Lebenshilfe Kempten. So konnte diese große Gruppe zustande kommen. Gegrübelt wird derzeit noch über die „Maskerade“ im Gesicht. Denn 100 Pierrots zu schminken - das braucht Zeit…Die Lösung: Manche werden also schon in den Wohnheimen geschminkt, andere bekommen ihre Maske kurz vor dem Start von Simone Stuber und Julia Streber. Auf jeden Fall hat jeder kurz vor den Terminen seine eigene „Pierrot“-Tasche mit Kostüme und allem, was dazu gehört.

Eines ist sicher: bei den diesjährigen Faschingsumzügen wird die Pierrot-Gruppe der Allgäuer Werkstätten d e r Hingucker werden…. „Pierrot oho“!!!

mori

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