Interessantes Bild im Wald

Immenstadt-Stein - Die Jagdgenossenschaft Stein / Immenstadt führte ihren fünften Waldbegang seit Umstellung der Jagd von einer Verpachtung zur Eigenbewirtschaftung durch. Das Waldbild, so das Fazit der Besichtigung, steht für den Erfolg der Eigenbewirtschaftung. Unter der bewährten Führung des Jagdvorstehers Gustl Rehle nahmen neben zahlreichen Jagdgenossen und den Jägern auch Forstdirektor Klaus Dinser und Forstamtsrat Klein vom Amt für Landwirtschaft und Forsten teil.

An zahlreichen Beispielen wurde erläutert, wie aktuell der Klimawandel den Fichten als Hauptbaumart im Allgäu zu schaffen macht. Borkenkäfer und Sturm setzen den Fichten darüber hinaus erheblich zu. Daher ist es außerordentlich wichtig, möglichst schnell den Umbau zu einem artenreichen stabilen Mischwald mit Weißtanne, Buche und weiteren Edelhölzern zu erreichen. Wie Klaus Dinser mehrfach an zahlreichen praktischen Beispielen erläuterte, ist dies nur mit enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Waldbauern und Jägern zu bewältigen. Ohne eine intensive Bejagung des Rehwildes ist eine stabile und kostengünstige Naturverjüngung im Wald nicht möglich. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass sich die Umstellung der Jagd im Jahr 2007 auf eine Eigenbewirtschaftung außerordentlich bewährt hat und die ersten Erfolge im Wald deutlich sichtbar sind. Das Ergebnis des Vegetationsgutachtens im Revier Stein / Immenstadt vor zwei Wochen bestätigte dies ebenfalls sehr eindrucksvoll. Dem Vorstand der Jagdgenossenschaft wurde vom Forstdirektor Dinser nachträglich zu dieser mutigen und nicht einfachen Entscheidung gratuliert. Die anwesenden Jäger versprachen auch weiterhin alles zu tun, um die erreichten Erfolge zu stabilisieren und die waldbaulichen Ziele der Jagdgenossen durch intensive Bejagung des Rehwildes bestmöglich zu unterstützen. Es wurde vereinbart, wie bisher jährlich mindestens zwei gemeinsame Waldbegänge durchzuführen.

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