Sonthofen fährt jetzt durch Bayern

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Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl (links) und Landrat Gebhard Kaiser enthüllen den Schriftzug "Sonthofen".

Sonthofen – Seit 125 Jahren haben die Menschen im Oberallgäu den „Luxus, sich fahren zu lassen” – die Bahnlinie Sonthofen-Oberstdorf wurde am 29. Juli 1888 eröffnet. Dieses Jubiläum wurde am Sonntag in Sonthofen, Fischen und Oberstdorf gefeiert.

Im Sonthofer Bahnhofs-Biergarten betonten zunächst sowohl Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl als auch Landrat Gebhard Kaiser, welche Vorteile die Bahnverbindung im südlichen Oberallgäu der Region gebracht habe: Aufschwung, Mobilität, Vorteile für Wirtschaft und Tourismus. Wie sich wohl der Dialog zwischen dem Oberstdorfer und dem Sonthofer Bürgermeister anno 1888 angehört haben mag, zeigten Herbert Hiemer und Eugen Wutz in einem „historischen Schlagabtausch”, der von der historischen Gruppe der GTEV Edelweiß Sonthofen in Kostümen aus dem 19. Jahrhundert mitgetragen wurde. 

Wie lange es gedauert hatte, bis die Züge bis nach Oberstdorf fahren konnten, skizzierte Landrat Gebhard Kaiser: bereits 1853 war Immenstadt ans Bahnnetz angeschlossen worden, Sonthofen folgte 1873, und es dauerte nochmals 15 Jahre, bis die Lokalbahn Aktien AG schließlich Oberstdorf an ihr Streckennetz anschloss. Ein zukunftsträchtiger Schritt, wie Bärbel Fuchs von der DB Regio betonte, würden die Bahnstrecken im Allgäu und in Schwaben doch heutzutage von mindestens 34.000 Menschen im Jahr genutzt. 

Das „Geburtstagsgeschenk” der Bahn an die Kreisstadt wurde Mittelpunkt der weiteren Feierlichkeiten: eine Triebwageneinheit mit dem Namen „Sonthofen”. Nach der Segnung des Zuges und der Enthüllung des Schriftzuges durch Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl und Landrat Gebhard Kaiser setzte sich dieser mit den Festgästen in Richtung Oberstdorf in Bewegung. Am Fischinger und am Oberstdorfer Bahnhof ging die Feier weiter, auch dort war ein Rahmenprogramm gestaltet worden.

Eva Veit

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