10 Jahre "Weltcuphütte" im Skigebiet Ofterschwang-Gunzesried

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Ein Schmuckstück am Hausberg

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Ofterschwang / Gunzesried - Am Ofterschwanger Hausberg, dem Ofterschwanger Horn, wurde jetzt ein kleines Jubiläum gefeiert: Zehn Jahre Weltcuphütte. Im Rückblick, so der Tenor der kleinen Feierstunde, erwies sich der „Rettungsanker“ schließlich als ein Glückstreffer für das kleine Skigebiet.

© Josef Gutsmiedl

Die Weltcuphütte ist längst ein Schmuckstück im Ski- und Wandergebiet am Ofterschwanger Horn.

Von einer „eigenen Geschichte“ spricht Ofterschwangs Bürgermeister, Alois Ried, wenn er sich zurückerinnert an das Jahr 2002. Damals hatte er als neugewählter, junger Bürgermeister das umstrittene Projekt Weltcuphütte nämlich „geerbt“ von seinem Vorgänger. Und damit eine Reihe von Ortsterminen und Diskussionen mit Regierungsvertretern aus Augsburg und dem Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags. Umstritten waren die Pläne für die Weltcuphütte allemal. Vor allem der behördliche Naturschutz brachte Bedenken zum Ausdruck und lehnte den Bauantrag erst einmal ab. Der Gemeinderat hatte dagegen das Projekt befürwortet als „notwendige Verbesserung der Infrastuktur“ des Skigebietes am Ofterschewanger Horn. Hier gab es bislang nur einen Kiosk in dem attraktiven Skigebiet mit dem neuen Lift, dem Weltcup-Express. Auch der Sommerbetrieb der neuen Vierer-Sesselbahn war auf gute Einkehrmöglichkeiten mit gastronomischen Angeboten angewiesen. Ein Investor war schließlich im Sonnenalp-Chef Michael Fäßler gefunden worden, der die Aufwertung für das „Horn“ in Angriff nahm. Irgendwann wurde das Hin und Her dem Landrat zu bunt und er erteilte die Baugenehmigung. Nicht die Nachbarn und Grundeigentümer seien das Problem gewesen. 

„Immer wieder gab es neue Ortstermine mit Regierungsvertretern, die uns belehren wollten...“, erinnert sich Landrat Gebhard Kaiser an die Zeit. „Ich wusste, dass laut Baurecht alles rechtens war.“ Das Vorpreschen Kaisers war der Startschuss für den Baubeginn. Eine außergewöhnliche Baustelle für den jungen Architekten Martin Unzeitig. „Es gab ja keine vernünfige Erschließung, keinen Strom, keine Wasserleitung.“ Und diverse Spezialprobleme vor Ort. Einmal hätten die Arbeiter sogar die Baustellencontainer „verschwinden lassen“, als sich eine weitere Gruppe für einen Ortstermin angekündigt hatte, so Unzeitig. Mitte Dezember 2002 wurde die neue Weltcuphütte nahe der Gipfelstation des Weltcup-Express eröffnet. Offenbar der Beginn einer Erfolgsgeschichte für das Ski- und Wandergebiet am Ofterschwanger Horn. Michael Fäßler sieht es als erfolgreicher Unternehmer so: „Wenn in deinem Gebiet ein attraktives Angebot gehäuft auftritt, profitieren alle davon.“ Diese Ansicht teilt auch Hannes Neusch vom Familienhotel „Algäuer Berghof“ – mithin ein direkter Nachbar der Weltcup-hütte. Es sei damals „eine Schicksalsfrage“ gewesen, als es um die Moderniserung des Skigebietes ging; die Liftgesellschaft habe Kapital benötigt und konnte neue Gesellschafter gewinnen. Auch Karlheinz Fäßler, Senior-Chef der „Sonnenalp“ und einer der „Erfinder“ der Weltcuphütte, erinnerte daran, dass das Erfolgsrezept das gute Miteinander aller Beteilgten gewesen sei. „Dieses Prinzip wird bei uns gelebt.“ 

Michael Fäßler ist optimistisch, dass nach den weiteren Modernisierungen – drei alte Liftanlagen werden durch zwei neue Bahnen ersetzt – sich das Ofterschwanger Horn als „ein kleines Schmuckstück für das Allgäu“ präsentieren wird.

Josef Gutsmiedl

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