"Eine sichere Region"

Immenstadt - Auf ein Jahr mit „guter polizeilicher Arbeit“ kann die Polizeiinspektion Immenstadt zurückblicken. Die jetzt vorgelegte Jahresstatistik für das Jahr 2012 weist eine „gute Bilanz“ aus. Zwar stieg die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Delikte leicht an auf 1124, doch das Aufklärungsergebnis konnte gegenüber dem Jahr 2011 deutlich verbessert werden auf 70 Prozent.

Polizeiarbeit in eine Statistik zu pressen ist generell schwierig. Schwierig deshalb, weil es – im Gegensatz zu trockenen Produktionsmenge beispielweise – auf das „wie“ und „wo“ ankommt. „Das Umfeld in dem wir unsere Arbeit leisten, spielt bei den Zahlen der Statistik natürlich immer eine Rolle“, betont Helmut Wiedemann, Leiter der Polizeiinspktion Immenstadt. So sei er mit der Statistik und der hervoragenden Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr zufrieden. 

„Wir sind eine der sichersten Regionen Bayerns!“ bringt Wiedemann die Erkenntnisse aus der Jahresstatistik 2012 auf den Punkt. Vor allem die herausragende Aufklärungsquote der PI Immenstadt „kann sich sehen lassen“, ergänzt der PI-Chef. Mit 70 Prozent steht die PI im Vergleich der Dienststellen im Präsidiumsbereich sehr gut da. Das hänge selbstredend mit der engagierten Arbeit der Polizeibeamten zusammen. Und mit der Tatsache, dass sich „seine Leute“ im eigenen persönlichen Umfeld im ländlichen Raum noch mehr einsetzten als Kollegen irgendwo in einer mehr oder weniger anonymen Stadt. „Da geht es ein Stück weit auch im persönliche Ehre...“ so Wiedemann. 

Eine heile Welt ist Immenstadt und der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (von Oberstaufen bis Wertach) dennoch nicht. So fällt eine deutliche Zunahme der Straftaten (1124) auf gegenüber dem Jahr 2011 mit 951 Delikten. „Das ist nicht nur mir unerklärlich“, räumt der PI-Chef ein. Im April vergangenen Jahres konnte eine Serie mit über 40 Einbrüchen beendet werden. Der Anstieg der Delikte könne bestenfalls der Rubrik „Sonstige Deliktsfelder“ zugeordnet werden, erläutert Wiedemann. Darunter fallen etwa Betrügerein, Fälschungen oder das weite Feld der Internetkriminalität. Ladendiebstahl dagegen sei zwar an sich nicht rückläufig, aber werde nicht immer zur Anzeige gebracht. 

Und auch bei der Rauschgiftkriminalität dürfe man sich nicht mit den „guten Zahlen“ trösten, so Helmut Wiedemann weiter. Als klassisches Kontrolldelikt stehe und falle der Erfolg mit der intensiven Polizeiarbeit. „Es kommt ja keiner zu uns und zeigt sich selbst an...“ 

Eine Zahl, die die „Sicherheitslage“ einer Region markant beschreibt, ist die sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl KHZ. Dieser Wert bezeichnet die Zahl der Strataten bezogen auf eine Einwohnerzahl von 100000 Menschen. Die KHZ für die PI Immenstadt liegt mit knapp 3875 deutlich unter dem Wert des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West (4436) und Bayern mit 4977. Auch die etwas höhere Zahl von 5999 für das Stadtgebiet Immenstadt lasse sich erklären, so Wiedemann. Immenstadt als Schulstadt zeitige Konflikte unterschiedlichster Arten, die letztlich als Delikte am Tatort Immenstadt aktenkundig würden. Doch gegenüber anderen Städten sei „das Städtle“ nicht als Brennpunkt der Kriminalität zu betrachten.

Josef Gutsmiedl

Rubriklistenbild: © Josef Gutsmiedl

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