Keine grenzenlose Freiheit in freier Natur

Zum Auftakt der Wander- und Radlzeit machen die Polizei im Allgäu und der Alpwirtschaftliche Verein im Allgäu AVA auf die „Spielregeln“ für die Freizeit in freier Natur aufmerksam.

Spätestens Ende April ist Schluss mit dem Spaziergang querfeldein. Auch wenn der ungehinderte Zugang zur freien Natur Verfassungsrang habe, so Thomas Demuth von der Polizeiinspektion Sont-hofen, dürfe man während der Zeit des Aufwuchses nicht einfach über Wiesen und Alpweiden laufen. „Und Rad fahren natürlich auch nicht“, ergänzt der Umwelt-Beamte der Polizei Sonthofen. Schmale Wanderwege in den Bergen seien keine Rennbahn für Mountainbiker, betont auch Dr. Michael Honisch, der Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu AVA. Radler dürfen ohnehin nur Wege benutzten, die geeignet und mindestens anderthalb Meter breit sind. Und Rücksicht auf Wanderer wird ebenfalls verlangt. Wilde Schussfahrten sind also verboten. Honisch kritisiert nicht allein die einschlägigen Fachzeitschriften, sondern die lokalen Tourismusverantwortlichen: Kaum ein Prospekt, wo nicht Radler oder Wanderer im hohen Gras abgebildet seien. „Landwirtschaftlich genutzte Flächen dienen in erster Linie der Futterproduktion und sind somit für jede andere Benutzung tabu“, stellt Honisch weiter klar. „Ab Georgi, dem 23. April, geht man nicht mehr über die Wiese“, erinnert er an einen alten Spruch. Das gelte auch für Wiesen, die nicht eingezäunt seien. „Gäste sind auf den Alphütten und Sennalpen willkommen“, meint Honisch weiter. „Wenn sich alle an die Spielregeln halten, steht dem Naturgenuss nichts im Wege.“

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