Viel Platz und Licht unter dem neuen Dach

Gelungene Generalsanierung für Kindergarten "Mater Christi" in Altstädten

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Viel Platz zum Spielen und Lernen haben die Kinder im sanierten Kindergarten „Mater Christi“ in Altstädten.

Altstädten - Auch Gebäude  kommen „in die Jahre“ und brauchen dann und wann eine grundlegende „Kur“. der Kindergarten „Mater Christi“ der Pfarrei St. Peter und Paul in Sonthofen-Altstädten wurde in den vergangenen Monaten im Zuge einer Generalsanierung baulich auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht: Mehr Licht und Platz, weniger Energieverbrauch.

Jede Generation müsse mal „ran“ beim Thema Sanierung, weiß Kirchenpfleger Gerd König aus langjähriger Erfahrung. Vor zwei Jahren war es der Kirchturm der Pfarrkirche St. Peter und Paul, der den Architekten und die Handwerker beschäftigte, später die Kapelle in Hinang. Und jetzt war der Kindergarten Mater Christi  an der Reihe. Der alte Teil des Kindergartens stammt aus dem Jahr 1955; Ende der 1970er Jahre  wurde ein Erweiterungstrakt angehängt.

 Wichtigster Teil der Sanierungsmaßnahmen war die energetische Sanierung des Gebäudes. „Leider kam unsere  Generalsanierung bei den Maßnahmen zum sogenannten Konjunkturpaket II nicht zum Zuge“, bedauert König. Durchgezogen wurde das Paket der Sanierungsarbeiten dennoch. In den Osterferien reinigte eine Spezialfirma die Rohrleitungen der Fußbodenheizung und machte sie „fit“ für weitere langfristige Nutzung (der KREISBOTE berichtete). Dann kamen die Fenster an die Reihe und die Außendämmung wurde verstärkt. Im Erdgeschoss wurde eine neue schalldämmende Decke eingezogen.

Nachgebessert werden musste auch beim Dach des Anbaus aus den 1970er Jahren. Inzwischen , so König, gelten verschärfte bautechnische Vorgaben für Dachlasten, und die Allgäuer Winter sind oft schneereich. 340 Kilogramm pro Quadratmeter Dachfläche ist die aktuelle Untergrenze, die die Statik vorsehen muss. Hier musste beim Vorbau aus den 1950er Jahren nachgebessert werden; der Dachstuhl wurde komplett erneuert.

Für die Zeit der Sanierungsarbeiten konnte der Kindergarten nicht einfach „dichtmachen“. Entsprechend überlegt musste man vorgehen bei der Arbeit während des laufenden Betriebes – mit rund 50 Kindern in den beiden Gruppen. „Mit großem Verständnis und viel Flexibilität unterstützten die Mitarbeiterinnen die Arbeiten und packten bei den diversen Umzügen und Umräum- und Putzaktionen mit an“, lobt Gerd König das Kindergarten-Team. Eine Woche lang bezog der Kindergarten sein Ausweichquartier im Wald, um den Handwerkern „freie Bahn“ zu verschaffen. „Dabei hatten wir auch Glück mit dem Wetter“, so Christine Wirth, die Leiterin des Kindergartens. 

Im „neuen“ Kindergarten sind beiden Gruppen „Sonnenschein“ und „Regenbogen“   jetzt bestens untergebracht in den neuen Räumen, die die Kleinen schnell zurückerobert haben. Im Mehrzweckraum gibt es sogar eine kleine Kletterwand. Und draußen  ist nach wie vor jede Menge Platz zum Spielen und Toben. Sogar ein neues Gerätehaus steht jetzt im Garten unter den Bäumen. 

Und auch die Küche wurde im Zuge der Sanierung erweitert und „aufgemöbelt“. Zweimal wöchentlich wird eine Ganztagesbetreuung angeboten; und da ist die zeitgemäß eingerichtet Küche mit großzügiger Essecke Gold wert.

Auf eine  durchwegs gute Arbeit aller beteiligten  Firmen kann Kirchenpfleger König  nach dem Kraftakt Generalsanierung  zurückblicken. Bei den Kosten werden die Kosten von  485.000 Euro, die für die „große Lösung“ veranschlagt wurden, um etwa zehn Prozent überschritten. Ein Drittel der Gesamtkosten wird die Diözese Augsburg und die Kirchenstiftung St. Peter und Paul, zwei Drittel die Stadt Sonthofen, die ihrerseits einen Zuschuss der Regierung von Schwaben erwarten kann tragen.  Josef Gutsmiedl

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