Nur 20 von knapp 21.000

Der Brunnen am Spitalplatz soll diesen Freitag, 13. Juli, gesegnet werden. Foto: Josef Gutsmiedl

20 Bürger hatten sich zur Bürgerversammlung der Stadt Sonthofen vergangenen Donnerstag im Haus Oberallgäu eingefunden. Nach aktuellen Informationen zur Entwicklung und Lage der Stadt durch Bürgermeister Hubert Buhl hatten die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder Probleme anzusprechen.

„Der Stadtrat hat sehr hart arbeiten müssen,” betonte Buhl zu Beginn, in langwierigen Stadtrats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen war über die anstehenden Themen diskutiert worden. 2011 sei ein gutes Jahr bezüglich des Haushaltes gewesen, die Steuereinnahmen seien höher gewesen als geplant. Die Stadt habe in den letzten Jahren verstärkt in die Renovierung von Schulen und Kindergärten investiert erläuterte Buhl weiter, die städtischen Schulgebäude seien nun aber auf einem aktuellen Stand, in den nächsten 20 Jahre müssten keine übermäßigen Ausgaben in dieser Richtung mehr getätigt werden. Nach dem Krippenausbau im Kindergarten St. Christoph und im Johanniskindergarten verfüge Sonthofen ab August 2013 über insgesamt 95 Krippenplätze, der Bedarf sei mit 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren damit gedeckt. Bezüglich der Stadtplanung stellte Buhl die angedachten Änderungen im Bahnhofsumfeld vor, in einem Planerwettbewerb sollen Ideen zur Umsetzung gesammelt werden. Der Hochwasserausbau der Ostrach kann nun verzögert beginnen, und ab Herbst soll ein neuer Stadtbus in Sonthofen verkehren, ein Fahrzeug mit Niederflureinstieg und 15 Sitz- sowie 10 Stehplätzen. Am Freitag, 13. Juli, werde der neue Brunnen am Spitalplatz gesegnet, am Freitag, 27. Juli, der gerade fertiggestellte Abschnitt der Fußgängerzone. Bei der „Allgemeinen Aussprache” bemängelte Kurt Gessler aus Binswangen, warum es dort nachts keine Radarkontrollen gebe, rasten doch Autos und LKWs teils mit 80 bis 100 Kilometern pro Stunde durch den Ort. Buhl antwortete, dass die Stadt dies mit der Polizei abklären müsse, da es sich um eine Bundesstrasse handle. Helmut Schraudner aus Rieden bemängelte die Situation an der Albert-Schweitzer-Strasse, sowohl was die Radwege als auch was die Geschwindigkeit der Autofahrer angeht. Er schlug die Einführung zweier weiterer Fußgängerüberwege vor, um die „Raser” zu stoppen. Auch sei die Beschilderung in Richtung Krankenhaus gerade für Fremde sehr irreführend. Erwin Egger, ein Ostrach-Anwohner, sprach die Verzögerungen beim Ostrachausbau an, die Ostrach sei sehr „schnelllebig”, die Anwohner hätten bei jedem starken Regen Angst vor Überflutungen. Bürgermeister Hubert Buhl betonte, dass die Verzögerungen im Ausbau teilweise auch den Anwohnern geschuldet sei. Er „sagt es jedem Abgeordneten, sogar dem Ministerpräsidenten”, den er trifft, wie gefährlich die Ostrach sei. Die Schuldenlast von „bald 40 Millionen”, die auf Sonthofen lastet, sprach Leo Rothauscher an. Buhl erläuterte den enormen Sanierungsstau, den die städtischen Gebäude, vor allem die Schulen, gehabt hätten, weshalb dort Investitionen dringend nötig gewesen seien. Die Ausgaben der letzten Jahre seien keineswegs zu Konsumzwecken getätigt worden. Bei einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung seien die Schulden aber gut zu bewältigen. Josef Übelhör aus Berghofen sprach die Verzögerungen im Abzug der Bundeswehr aus Sonthofen um wahrscheinlich zwei Jahre an. Alex Zieglmaier bemängelte die „Mißstände” am Bahnhof: dort könne man keineswegs von Barrierefreiheit sprechen, da bei der Unterführung zu den Gleisen 2 und 3 weder Kofferförderbänder installiert seien noch hätten Menschen mit Gehbehinderung die Möglichkeit, schnell und sicher zu ihren Zügen zu gelangen. Bürgermeister Buhl erläuterte, dass der Bahnhof Sonthofen für die Bahn zu wenig frequentiert sei, um in dieser Sache tätig zu werden. Der einzige positive Kommentar des Abends kam von Paul Boos, der die Stadt für den neuesten Abschnitt der Fußgängerzone lobte, da man sich dort auch mit Rollator oder Fahrrad problemlos und „ruckelfrei” bewegen könne.

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