Allgäuland-Milchprodukte jetzt mit Logo der Marke Allgäu

Markenhochzeit für's Allgäu

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Wo „Allgäu“ draufsteht ist bei Arla auch Allgäu drin, betonen Bergbauer Dietmar Stoll (von links), Berhard Joachim von der Allgäu GmbH, Jörg van Loock von Arla Foods und Hubert Rupp, Vorsitzender der Allgäuer Bergbauernmilch eG.

Oberallgäu – Eine starke Marke und ein starkes Molkereiunternehmen „feiern Hochzeit“. Kürzlich wurde die Kooperation der Regionalmarke Allgäuland des Molkereikonzerns Arla Foods mit der Marke Allgäu der Allgäu GmbH offiziell besiegelt.

Arla kann ab sofort die Produkte seiner wiederbelebten Regionalmarke „Allgäuland“ mit dem weißen Schriftzug Allgäu auf dem blauen Quadrat präsentieren. 

Die neu entdeckte Regionalität wolle Arla keinesfalls bloß mit dem Emblem der Marke Allgäu schmücken, so Jörg van Loock, seit knapp einem Jahr Allgäu-Manager bei Arla Foods. „Der Allgäuer Bergbauer ist für uns nicht nur Wertebotschafter – er steht für unser Konzept.“ Arla trage mit der Wiederbelebung der Produktlinie Allgäuland dem aktuellen Trend Rechnung: „Der Verbraucher will wissen, woher die Ware kommt.“ Neben einer internationalen Schiene setzte das Unternehmen auf ein konsequent regionales Konzept beim Sortiment der Marke Allgäuland. „Regionalität schafft Identität“, unterstreicht van Loock. Der Verbraucher verbinde mit dem regionalen Produkt das Bild einer bestimmten Landschaft.

Nicht zuletzt solle der regionale Aspekt den Mehrwert der Berg­bauernmilch unterstreichen, fährt Jörg van Loock fort. „Wir wollen nicht, dass diese Milch für 45 Cent im Regal steht!“ Es sei erklärtes Ziel der Molkereigenossenschaft, den Bergbauern einen ordentlichen Milchpreis zu zahlen.

Mit Arla seien die Milchlieferanten bislang „sehr gut gefahren“, ergänzt Hubert Rupp, der Vorsitzende der Allgäuer Bergbauernmilch eG. Dem Milchpreis komme angesichts der aktuellen Marktsituation eine entscheidende Rolle zu. „Wenn die hochwertige Milch nicht mit Mehrwert zu vermarkten ist, ist sie irgendwann Geschichte“, bringt Rupp die Zielsetzung auf den Punkt. Der Verbraucher müsse wissen, dass der Kauf hochwertiger Erzeugnisse die beste Bergbauernförderung darstelle. Die Genossenschaft mit rund 350 Mitgliedern könne das Konzept der Regionalität wie es Arla jetzt angehe, nur begrüßen. Die wertvolle Milch aus dem Berggebiet bekomme dadurch „ein Gesicht“. Und je mehr diese Produkte im Handel nachgefragt würden, um so besser sei die Position seiner Liefergenossenschaft.

Die „Hochzeit“ der Markenpartnerschaft verstehe sich als eine Kooperation von zwei „Originalen“, umschreibt Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, den Schulterschluss. Die Allgäu GmbH sehe sich als eine Wertegemeinschaft deren Partner sich klar definierten Qualitätsstandards stellten. Joachim: „Sie kooperieren mit dem Original! Und das ist immer gut.“

„Der Begriff Allgäu steht nicht nur für eine Herkunft, sondern für einen gemeinsamen Qualitätsbegriff“, betont Stefan Egenter, Marketing-Leiter der Allgäu GmbH. Mehr als 400 Markenpartner gibt es bereits, quer durch alle Branchen.

Nur wer die Standards konsequent erfülle, könne das Logo als Zeichen der Markenpartnerschaft führen, ergänzt Markenmanager Christian Gabler. So müssen etwa sämtliche Produktionsprozesse im Allgäu stattfinden. Markantes Detail am Rande: die H-Milch im Allgäuland-Sortiment von Arla erfüllt im Gegensatz zur Frischmilch dieses Kriterium derzeit nicht, da sie in einem Betrieb in Südtirol abgefüllt wird. „Aber das kann sich ja noch ändern“, meint Jörg van Loock.

Sowohl Arla als auch die Allgäu GmbH versprechen sich einen Mehrwert durch die neue Partnerschaft. Die Allgäuland-Produkte zeigten regionale Flagge und wirkten als Botschafter auf dem Markt, so van Loock.

Auf dem deutschen Markt ist die neue Allgäuland-Ware bereits präsent. Für das Allgäu liefen die Listungsgespräche intensiv; zwei Abschlüsse seien schon erreicht, wie van Loock betont. „Produkte im Handel zu platzieren ist nicht leicht. Die Regalflächen sind nicht unbegrenzt.“

Josef Gutsmiedl

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