Kulturgemeinschaft Oberallgäu

Hochwertiges Kulturangebot

Oberallgäu – Die Kulturgemeinschaft Oberallgäu (KGO) will sich nicht „krank reden“ lassen. Der Vorsitzende der KGO, Alfons Zeller, und der Geschäftsführer, Hartmut Happel, jedenfalls wehren sich gegen die Vorwürfe, die Kulturgemeinschaft würde den „Zeichen der Zeit“ nicht Rechnung tragen und wolle sich nicht mit neuen Entwicklungen befassen.

Alfons Zeller verweist auf ein wesentliches Element der Satzung der Kulturgemeinschaft: ein preisgünstiges und hochwertiges kulturelles Angebot zu ermöglichen, das sich jeder leisten könne. Dass sich vor allem ein jüngeres Publikum nicht an ein klassisches Abonnement binden wolle, sei kein Geheimnis, so Zeller. Dennoch könnte sich die aktuelle Abonnentenzahl mit knapp 380 durchaus sehen lassen.

Den in den vergangenen Wochen vom Kulturreferenten des Immenstädter Stadtrates, Peter Elgaß, erhobenen Vorwurf, dass die KGO schlichtweg „die Zeichen der Zeit“ nicht erkenne, wehren Alfons Zeller und Hartmut Happel zurück. Das Kulturgut kassisches Theater, dem sich die KGO verpflichtet fühle, gehöre nach wie vor zu einem Kulturangebot einer Region, gerade auch mit Blick auf den Tourismus. „Und wer sagt, dass es in der Region nur ein Theater geben darf – und zwar in Kempten?“ fragt Zeller. Vielmehr sieht Zeller die Arbeit der KGO als „Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raumes“, von dem so viel geredet werde. „Da gehört auch Kultur dazu.“

Den Appell des Kulturreferenten, sich neuen Aktivitäten zu öffen, kommentiert Zeller: „Warum sollen wir anderen zusätzliche Konkurrenz machen?“ Dass Angebot der KGO hebe sich ab und werde immer wieder von den gastierenden Bühnen als beispielhaft gelobt.

Zumindest das „Theater im Hofgarten“ scheint für die Aufführungen der KGO auf absehbare Zeit gesichert. Vor der Spielzeit 2016/2017 sollen neben Brandschutzverbesserungen der Hofgarten-Halle auch die Bühne und Dinge, die dem Verschleiß ausgesetzt sind, erneuert und saniert werden. „Dann ist der Hofgarten soweit ertüchtigt, dass er weitere zehn Jahre genutzt werden kann“, sagt Hartmut Happel.

Bei der KGO setzt man auf neues Publikum, das etwa mit einem Schupper-Abo gewonnen werden soll. So gibt es das „Paket“ von vier Veranstaltungen der Theatersaison zum Preis von 65 Euro in der Kategorie A. Um eine – moderate – Anhebung des regulären Abo-Preises kommt die Kulturgemeinschaft allerdings nicht herum.

Josef Gutsmiedl

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